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Nach Schock-Verletzung und 41 Jahren: Wolves gewinnen beim FC Arsenal

Premier League, 10. Spieltag

Nach Schock-Verletzung und 41 Jahren: Wolves gewinnen beim FC Arsenal

Schlimm: David Luiz und Raul Jimenez liegen verletzt am Boden.

Schlimm: David Luiz und Raul Jimenez liegen verletzt am Boden. imago images

Arsenal trat gegen Wolverhampton unter anderem mit Leno im Tor, Xhaka im Mittelfeld und Aubameyang im Sturm an - und geriet direkt unter Druck. Die Wolves, ebenso wie die Gunners in der Liga zuletzt mit nur einem Punkt aus zwei Spielen, begannen couragiert und suchten den Weg nach vorne.

In der fünften Minute aber der große Schock: Bei einer Ecke für Arsenal krachten David Luiz und Raul Jimenez schlimm zusammen - es folgte eine zehnminütige Verletzungsunterbrechung. Während der Brasilianer, der einen Cut an der Stirn erlitten hatte, mit dickem Verband weitermachen konnte, war für den mexikanischen Top-Torjäger der Gäste Schluss. Fabio Silva kam für Jimenez, der behutsam auf einer Trage vom Feld und umgehend in ein Krankenhaus gebracht wurde.

Wolves gehen in Führung - zweimal

Premier League, 10. Spieltag

Der Vorfall hatte anschließend keinen großen Einfluss auf die Vorstellung der Wolves, in deren Spiel es nicht zum Bruch kam, vielmehr gingen sie sogar in Führung: Dendoncker köpfte nach feiner Traoré-Flanke wuchtig an die Latte, ehe Pedro Neto abstaubte (27.). Es folgte jedoch postwendend eine entsprechende Antwort der Gunners: Im Anschluss an eine Ecke kam Gabriel zum Kopfball - und stellte auf 1:1 (30.).

Es ging hin und her, was auch daran lag, dass sich hüben wie drüben defensiv immer wieder Lücken auftaten - gefährlicher waren allerdings insgesamt die Wolves. Dendoncker scheiterte noch per Kopf an Leno (34.), Pedro Neto erging es kurz darauf nicht besser. Weil aber Podence gut nachsetzte, sich den Abpraller schnappte, anschließend Gabriel gekonnt aus dem Spiel nahm und letztlich einschob (42.), gingen die Gäste dennoch mit einer Führung in die Halbzeit.

Gunners rennen an - vergebens

Nach dem Seitenwechsel agierten die Gunners, nun ohne David Luiz, mit mehr Mut, sie liefen verstärkt an und gingen auch mehr ins Risiko. Wolverhampton lauerte indes auf den vielleicht vorentscheidenden Konter - die Spannung stieg, wenngleich sich nennenswerte Abschlüsse rar machten. Das sollte in Hälfte zwei auch so bleiben. Arsenal blieb zwar bemüht, rannte sich aber immer wieder fest - und kassierte am Ende die dritte Liga-Heimniederlage in Serie.

Die Londoner haben am kommenden Donnerstag das nächste Heimspiel vor der Brust, dann aber in der Europa League: Rapid Wien kommt zu Besuch (21 Uhr). Angesichts der Tatsache, dass die Gunners in Europa bislang vier Siege aus vier Spielen geholt haben und drei Tage später das Derby bei Tottenham Hotspur (17.30 Uhr) steigt, dürfte die Partie gegen Wien eher eine untergeordnete Rolle spielen. Wolverhampton muss derweil am selben Tag die Herkulesaufgabe beim FC Liverpool lösen (20.15 Uhr).

drm