Bundesliga

Auch Maximilian Beier trennt sich von Berater Barthel

Äußerungen über Eta

Nach Schade: Auch Beier trennt sich von Berater Barthel

Lässt sich von einer anderen Agentur vertreten: Hoffenheims Maximilian Beier.

Lässt sich von einer anderen Agentur vertreten: Hoffenheims Maximilian Beier. IMAGO/foto2press

Der Post und die Folgen schlugen hohe Wellen. Nachdem Berater Maik Barthel sich im Netz sexistisch zu Union Berlins Co-Trainerin Marie-Louise Eta geäußert hatte, hatte wenig später Nationalstürmer Kevin Schade sich aus diesem Grund von seinem Agenten distanziert und getrennt. "Ich habe mich von meinem Berater getrennt, da ich seine Haltung und sein Gedankengut absolut nicht teile und auch für mich nicht stehen lassen kann", hatte Schade erklärt, "ich stehe für Offenheit, Gleichberechtigung und Vielfalt und so möchte ich mich auch repräsentiert fühlen."

Mittlerweile hat Barthel einen weiteren bedeutenden Klienten verloren. Auch Hoffenheims U-21-Nationalstürmer Maximilian Beier hat sich von Barthel getrennt. Nicht mehr dessen "Eurosports Management GmbH" wird als Berateragentur aufgeführt, sondern neuerdings "11WINS". Offiziell mochte sich auf Nachfrage niemand zu dem Kurswechsel äußern, doch die enge zeitliche Abfolge der Ereignisse legen schwer einen kausalen Zusammenhang nahe. Schließlich hatte Barthel für Beier noch im Oktober die Vertragsverlängerung des in dieser Saison durchstartenden Talentes ausgehandelt und ratifiziert - nun der überraschende Bruch.

Podcast
Podcast
Vorsicht Falle! Entscheidet Tottenham den Titelkampf in England?
14:37 Minuten
alle Folgen

"Ein Co-Trainer muss ja auch mal in die Kabine der Mannschaft? Bitte nicht noch den deutschen Fußball der Lächerlichkeit preisgeben. Es langt, dass man die Mannschafts-Hierarchie komplett zerstört hat mit den Transfers. Es braucht nicht noch andere Storys aktuell." Dieses Statement hatte Barthel gepostet, woraufhin Schade die Gefolgschaft aufgekündigt hatte.

Später hatte sich Barthel gegenüber dem kicker entschuldigt und erklärt: "Als erstes möchte ich betonen, dass mein Tweet zu Union Berlin in der vergangenen Woche leider total misslungen ist. Es war niemals mein Ziel, Frau Eta in den Mittelpunkt meiner Nachricht zu stellen oder sie zu diskreditieren. Mir ist bewusst, dass das aber durch meine unangebrachte Wortwahl so rüberkam. Das tut mir leid", versicherte Barthel. "meine Kritik sollte ausschließlich Union Berlin und der aus meiner Sicht verfehlten Transferpolitik gelten, mit der eine zuvor funktionierende Mannschaftshierarchie durcheinandergebracht wurde."

Hoffenheims Eigengewächs Beier ist die große Überraschung bei der TSG in dieser Saison. Nach seiner zweijährigen Leihe nach Hannover zündete der blitzschnelle Angreifer bei seinem Stammverein erst richtig und ist derzeit mit sechs Toren und fünf Vorlagen der mit Abstand beste Scorer der Kraichgauer. Zudem hat sich der 21-Jährige auch in der deutschen U 21 als feste Größe etabliert.

Beier gilt als einer der nächsten Verkaufsschlager der auf Transferüberschüsse angewiesenen Hoffenheimer. In seinem bis 2027 datierten Vertrag sind Ablösemodelle verankert, die der TSG je nach Interessent und Liga sowie Zeitpunkt Abstandszahlungen deutlich jenseits 30 Millionen Euro in die Kassen spülen dürften.

Michael Pfeifer

Mit dem jüngsten Team in die Top 3 der Bundesliga: Das Alters-Ranking 2023/24