Nationalelf

"Nach Prag, um zu gewinnen"

Frings und Schweinsteiger angeschlagen

"Nach Prag, um zu gewinnen"

Lukas Podolski

"Die besten Spieler Deutschlands": Lukas Podolski strahlt Optimismus aus. dpa

"Natürlich haben wir einige Ausfälle, aber es sind trotzdem die besten Spieler Deutschlands hier", sagte Stürmer Lukas Podolski stellvertretend. "Wir haben zwar Respekt vor den Tschechen, aber wir fahren nach Prag, um zu gewinnen." Der Münchner wird auf Grund des Ausfalls von Klose (gesperrt), Neuville und Gomez (beide verletzt) am Samstag (20.45 Uhr) wohl zusammen mit dem Schalker Kevin Kuranyi im Sturm auflaufen.

Tschechien und Deutschland liegen punktgleich mit zehn Zählern an der Spitze der Gruppe D, wobei der WM-Dritte das bessere Torverhältnis aufweis. Ein Sieg in Prag würde den Weg zur EM-Endrunde im kommenden Sommer in Österreich und der Schweiz ebnen.

zum Thema

Und drei Punkte sind auch das Ziel des Bundestrainers. "Wir fahren wegen der Personalsituation nicht nachdenklich oder pessimistisch nach Prag", sagte Joachim Löw (sechs Siege, ein Remis). "Wir sind von unserer Stärke überzeugt, weil wir bei und auch nach der WM sehr gute Spiele gemacht haben."

In einer ersten Sitzung wurde am Dienstag der Wochenplan verabschiedet, auf Stärken und Schwächen des Kontrahenten verwiesen. Die Spieler wissen jedoch längst um die Qualität der tschechischen Mannschaft.

"Tschechien ist der schwerste Gegner und der größte Konkurrent in unserer Gruppe", sagt Podolskis designierter Sturmpartner Kuranyi.

Joachim Löw

Weder nachdenklich noch pessimistisch: Bundestrainer Joachim Löw. dpa

Der Angriff stellt sich eigentlich von selbst auf, doch auch der Rest der Startelf wird keine großen Überraschungen zum Vorschein bringen. Die vier Neulinge Gonzalo Castro, Stefan Kießling ("Als ich aufgestanden bin, war ich sehr nervös"), Roberto Hilbert und Robert Enke - der 96-Keeper stand schon einmal im Aufgebot, kam jedoch nicht zum Einsatz - werden sicher zunächst auf der Bank Platz nehmen.

Nachrücker für den verletzten Abwehrmann Arne Friedrich (Hertha) könnte der Gladbacher Linksverteidiger Marcell Jansen sein, Philipp Lahm (Bayern) wird mögicherweise nach rechts rutschen. Routinier Bernd Schneider wird nach seinem Ausfall beim 3:1 gegen die Schweiz Anfang Februar in Düsseldorf wieder ins Mittelfeld zurückkehren.

Metzelder auf gutem Weg

Auch Abwehrchef Christoph Metzelder kann trotz der schmerzhaften Prellung seiner Augenhöhle, erlitten am Samstag beim 0:0 gegen Nürnberg, aller Voraussicht nach auflaufen. "Ich gehe davon aus, dass Christoph Metzelder am Samstag spielen kann. Ich muss aber erst noch mit den Ärzten sprechen, ob und wie er trainieren kann. Er wird sicher noch keine Zweikämpfe oder Kopfbälle machen können", erklärte Löw.

Am Samstag soll Metzelder an der Seite des Bremers Per Mertesacker das bei der WM erfolgreiche Abwehrbollwerk bilden. Dabei wird es gegen seinen ehemaligen Dortmunder Kameraden Jan Koller gehen. Der Zwei-Meter-Mann verdient inzwischen seine Brötchen im Steuer-Paradies Monaco.

Neben dem verspätet angereisten Kapitän Michael Ballack (spielte am Montagabend mit Chelsea im FA-Cup bei Tottenham, 2:1) fehlten am Dienstag auch die angeschlagenen Mittelfeldspieler Bastian Schweinsteiger und Torsten Frings bei der Übungseinheit in Frankfurt. Der Münchner Schweinsteiger leidet an einer Prellung am rechten Fuß, der Bremer Frings klagte über Oberschenkel-Probleme. Nach DFB-Angaben sollen allerdings beide für das Spiel am Samstag in Prag zur Verfügung stehen.