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Nach No-Loss-Glitch in FUT: EA SPORTS bannt 30.000 Nutzer

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Nach No-Loss-Glitch in FUT: EA SPORTS bannt 30.000 Nutzer

Viele Spieler mogelten sich zu Rang eins in FUT. Das hat jetzt Konsequenzen.

Viele Spieler mogelten sich zu Rang eins in FUT. Das hat jetzt Konsequenzen. kicker eSport

Der No-Loss-Glitch ist zurück. Nach FIFA 17 und FIFA 18, fanden auch in FIFA 22 Spieler der Weekend League eine Möglichkeit, Partien zu verlassen, ohne dafür eine Niederlage zu kassieren.

Für nahezu jeden Teilnehmer war es also möglich, vergangenes Wochenende den ersten Rang der FUT Champions Finals zu erreichen. Für den braucht es mindestens 16 Siege aus 20 Spielen, eine häufig anstrengende Angelegenheit. Doch für eine Weekend League ohne Frust und Ärger sollte ein Tik-Tok Video sorgen.

Es zeigt, wie Spieler eine drohende Niederlage abwenden können: Die PS4-Taste drücken, 30 Sekunden warten und wieder ins Spiel gehen. Damit wird die laufende Partie abgebrochen, doch FIFA wertet sie nicht als Niederlage. Die Begegnung hat sozusagen nie stattgefunden und die Chance auf 16 Siege besteht noch immer.

Betrüger schießen Eigentor

Das hatte aber auch Auswirkungen auf die Belohnungen. Zusätzlich zu 105.000 Münzen gab es für jenen Rang zwei Premium Team-of-the-Week (TOTW) Packs, ein Ultimate Pack und drei TOTW-Spieler in roter Kartenfarbe.

Viele, die den Glitch ausgenutzt haben, hatten wohl die Hoffnung auf eine teure Karte, um diese entweder selbst zu spielen oder auf dem Transfermarkt zu verkaufen. Doch gerade bei letztem Punkt haben sich die Betrüger ein Eigentor geschossen.

Seit dem Wochenende sinken die Preise der TOTW-Karten rapide. Beispielsweise kostet Hirving Lozano aktuell rund 22.000 Münzen statt anfangs 58.000. Sadio Manés Kartenpreis fiel von über einer Million auf 800.000 Münzen.

Damit das nicht mehr passiert, hat EA SPORTS bereits reagiert. Zusätzlich zur Behebung des Glitches statuiert der Entwickler auch ein Exempel - Wieder einmal. Wie das Unternehmen auf Twitter mitteilte, werden rund 30.000 Accounts, die mit der Glitch-Nutzung im Zusammenhang stehen, für sieben Tage gesperrt. Dazu zählt auch die Web App.

Community gespalten

Für viele in der Community ein unverständliches Urteil. Einige forderten in den sozialen Netzwerken gar einen permanenten Bann oder, dass in dieser Woche die Belohnungen aufgestockt werden und besonders lohnenswerte Objekte zum Freischalten online gestellt werden.

Ein Teil der cheatenden Nutzer klagte hingegen gar über das Urteil, aus ihrer Sicht läge die Schuld bei EA SPORTS. Allerdings gab es umgehend Spott dafür. Ein User berichtete auf Facebook, dass er gebannt wurde, weil sein Schwager in seiner Abwesenheit auf seiner Konsole den Glitch genutzt haben soll. Er wolle nun gegen die Bestrafung vorgehen.

Sollte also künftig wieder ein Glitch dieser Art auftauchen, sollten die Spieler einmal mehr gewarnt sein. Denn sie verstoßen nicht nur gegen die Richtlinien von EA SPORTS, was logischerweise eine Strafe nach sich zieht, sondern schaden auch anderen Spielern. Einerseits jenen, die eine Partie gewonnen hätten, die dann aber abgebrochen wurde, andererseits ehrlichen Teilnehmern, die sich vielleicht das erste Mal Rang eins sichern konnten.

Diese dürften angesichts der Auswirkungen wenig Spaß am Öffnen ihrer Belohnungen haben. Laut Berichten  ist der neue No-Loss-Glitch nun aber gepatcht und EA bannt sowieso rigoros. Das Ausnutzen von Exploits in FIFA lohnt sich nicht, das sollte mittlerweile allen Spielern klar sein.

Sven Grunwald

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