3. Liga

Nach Fan-Provokation: DFB ermittelt gegen Dynamo Dresden

Banner, Pyro und Spielunterbrechung im Fokus

Nach Fan-Provokation: DFB ermittelt gegen Dynamo Dresden

Dresdner Fans zeigten ein provokantes Banner in Ingolstadt.

Dresdner Fans zeigten ein provokantes Banner in Ingolstadt. IMAGO/Stefan Bösl

Wie der DFB am Montag mitteilte, wird wegen möglichen Fehlverhaltens einiger Dresdner Fans ermittelt. Konkret gehe es um eine Spielunterbrechung als Folge eines Investoren-Protests, das Abbrennen von Pyrotechnik und ein provokatives Banner. Beim 1:2 beim FC Ingolstadt hatten einige der 3000 Dynamo-Fans mit einem zweiteiligen Banner gegen den DFB protestiert, auf dem geschrieben stand: "Es gibt nur einen lächerlichen DFB ... und zwei Geschlechter!"

Ob dies eine Reaktion auf eine kürzlich verhängte Geldstrafe gegenüber Bayer 04 Leverkusen war, blieb unklar. Allerdings war die Werkself vom DFB-Sportgericht Ende Januar zu einer Zahlung von 18.000 Euro verurteilt worden, weil Leverkusener Anhänger im Spiel gegen Werder Bremen (3:0) ein Banner mit dem Schriftzug "Es gibt viele Musikrichtungen, aber nur zwei Geschlechter" hochgehalten hatten.

Der DFB wertete dies als diskriminierendes und unsportliches Verhalten der Anhänger, deren Aussage auch im Widerspruch zum "Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz" steht, das jede Person vor Diskriminierung aufgrund des Geschlechts schützen soll. Auch gibt es seit Januar 2019 in Deutschland im Geburtenregister drei Auswahlmöglichkeiten: Neben "männlich" und "weiblich" existiert nun auch "divers" als Option.

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Untersuchung wegen Spielunterbrechung und Pyrotechnik

Bleibt der DFB seiner Linie treu, dann dürfte auch die Dresdner eine Strafe erwarten. Die Sachsen äußerten sich zu dem Banner auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Montag zunächst nicht. Neben dem Banner wird es auch darum gehen, dass SGD-Fans zu Beginn der zweiten Halbzeit als Zeichen des Protests gegen die Investorenpläne der DFL unzählige kleine Gummibälle auf den Platz geworfen und so für eine zweiminütige Spielunterbrechung gesorgt hatten. Ferner war es im Verlauf des Spiels auch zum Abbrennen von Pyrotechnik gekommen, was ebenfalls untersucht wird.

Dynamo musste in der Vergangenheit immer wieder Strafen wegen Fehlverhaltens seiner Fans zahlen, so hatte man erst Mitte Januar wegen des Abbrennens von Pyrotechnik eine Geldstrafe in Höhe von 90.000 Euro aufgebrummt bekommen.

drm

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