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Ellenbogenstoß in Liverpool: Zwangspause für Linienrichter

Schiedsrichter-Organisation veröffentlicht Statement

Nach Ellenbogenstoß in Liverpool: Linienrichter erhält Zwangspause

Linienrichter im Mittelpunkt: Diogo Jota (li.) und Jordan Henderson reden auf Konstantin Hatzidakis ein.

Linienrichter im Mittelpunkt: Diogo Jota (li.) und Jordan Henderson reden auf Konstantin Hatzidakis ein. IMAGO/Sportimage

Roy Keane echauffierte sich im englischen Fernsehen über die Reaktion von Andy Robertson und nannte den Linksverteidiger des FC Liverpool ein "großes Baby". Doch alle anderen störten sich vor allem an dem, was diese Reaktion hervorgerufen hatte: Linienrichter Konstantin Hatzidakis hatte Robertson während des Premier-League-Heimspiel der Reds gegen Spitzenreiter FC Arsenal am Ostersonntag kurz nach dem Halbzeitpfiff einen Ellenbogenschlag in Richtung Hals versetzt.

Der 38 Jahre alte Engländer war zuvor von Robertson bedrängt worden, der sich offenbar bei ihm beschwerte. Welche Konsequenzen die vieldiskutierte Szene für Hatzidakis haben wird, ist noch nicht absehbar. Vorerst muss er jedoch auf weitere Einsätze verzichten. Das teilte die Professional Game Match Officials Limited (PGMOL), die für die englischen Schiedsrichter zuständig ist, am Montag mit.

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"Die PGMOL wird Konstantin Hatzidakis in keinem der von ihr betreuten Wettbewerbe einsetzen, solange die FA den Vorfall zwischen dem Schiedsrichterassistenten und dem Liverpooler Verteidiger Andrew Robertson in Anfield untersucht", hieß es in einem knappen Statement der Schiedsrichter-Organisation, die noch während des Spiels eine Untersuchung angekündigt hatte.

Nach dem Vorfall hatte Hatzidakis seinen Job an der Seitenlinie normal bis zum Schluss fortgesetzt, während der sichtlich fassungslose Robertson, der sich mit mehreren Teamkollegen bei Schiedsrichter Paul Tierney beklagte, während der Halbzeitpause die Gelbe Karte sah.

Weder er noch andere Liverpooler Beteiligte äußerten sich dem auch sportlich spektakulären 2:2-Remis konkret über die mutmaßliche Tätlichkeit des Linienrichters. "Ich hatte natürlich Zeit, es mir noch mal anzuschauen, aber ich habe es nicht gemacht, einfach weil ich dann nichts Falsches sagen kann", erklärte Trainer Jürgen Klopp auf der Pressekonferenz. "Ich habe gehört, dass die Bilder für sich sprechen."

jpe