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Nach der EURO im Sommer: Bundestrainer Joachim Löw hört auf

Überraschende Entscheidung am Dienstag

Nach der EURO im Sommer: Bundestrainer Joachim Löw hört auf

Hört auf: Bundestrainer Joachim Löw

Hört auf: Bundestrainer Joachim Löw GES/Gilliar

Dies gab der DFB am Dienstagvormittag bekannt. Unmittelbar der WM in Russland - am 15. Mai 2018 - wurde der Vertrag Löws bis zum 30. Juni 2022 verlängert.

Umfrage: Löws angekündigter Rücktritt - die richtige Entscheidung?

"Ich gehe diesen Schritt ganz bewusst, voller Stolz und mit riesiger Dankbarkeit, gleichzeitig aber weiterhin mit einer ungebrochen großen Motivation, was das bevorstehende EM-Turnier angeht", sagt Joachim Löw auf der Internetseite des Verbands. "Stolz, weil es für mich etwas ganz Besonderes und eine Ehre ist, mich für mein Land zu engagieren. Und weil ich insgesamt fast 17 Jahre mit den besten Fußballern des Landes arbeiten und sie in ihrer Entwicklung begleiten durfte. Mit ihnen verbinden mich große Triumphe und schmerzliche Niederlagen, vor allem aber viele wunderbare und magische Momente - nicht nur der Gewinn der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien. Dankbar bin und bleibe ich gegenüber dem DFB, der mir und der Mannschaft immer ein optimales Arbeitsumfeld bereitet hat."

Ich gehe diesen Schritt ganz bewusst, voller Stolz und mit riesiger Dankbarkeit, gleichzeitig aber weiterhin mit einer ungebrochen großen Motivation, was das bevorstehende EM-Turnier angeht.

Bundestrainer Joachim Löw

Keller: "Er lässt uns die nötige Zeit, mit Ruhe und Augenmaß seinen Nachfolger zu benennen"

DFB-Präsident Fritz Keller sagt: "Ich habe großen Respekt vor der Entscheidung von Joachim Löw. Der DFB weiß, was er an Jogi hat, er ist einer der größten Trainer im Weltfußball. Jogi Löw hat den deutschen Fußball wie kaum ein anderer über Jahre hinweg geprägt und international zu höchstem Ansehen verholfen. Nicht nur aufgrund seiner sportlichen Errungenschaften, sondern auch wegen seiner Empathie und Menschlichkeit. Dass er uns frühzeitig über seine Entscheidung informiert hat, ist hoch anständig. Er lässt uns als DFB somit die nötige Zeit, mit Ruhe und Augenmaß seinen Nachfolger zu benennen."

Bierhoff: "Ich bedaure, dass sich unsere Wege trennen"

Oliver Bierhoff, Direktor Nationalmannschaften und DFB-Akademie, erklärt: "Joachim Löw und ich haben fast 17 Jahre lang eng zusammengearbeitet. Wir durften gemeinsam so viel erleben und auch zusammen durchstehen. Es ist schon ein besonderes Verhältnis, das vor allem von absolutem Vertrauen geprägt ist. Unter Jogi stand die Nationalmannschaft wieder für Spielfreude und attraktiven Offensivfußball, diese Mannschaft und ihre Spieler haben sich unglaublich mit ihm entwickelt. Ich bedauere, dass sich nach der EURO unsere Wege beruflich voneinander trennen. Persönlich werden wir verbunden bleiben. Daran aber denke ich im Moment nicht, zumal ich weiß, dass Jogis volle Konzentration und Energie in den nächsten Wochen und Monaten einzig und allein der Vorbereitung auf die Europameisterschaft gelten. Uns verbindet im Sommer weiterhin ein großes gemeinsames Ziel."

Persönlich erklären wird sich Löw am Donnerstag (11. März, 13.30 Uhr) im Rahmen eines virtuellen Pressegesprächs. Bei dieser Runde wird auch DFB-Präsident Fritz Keller dabei sein.

bst

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