Tennis

Nach dem "perfekten Spiel": Djokovics kniffliges Problem

Im Finale wartet Stefanos Tsitsipas

Nach dem "perfekten Spiel": Djokovics kniffliges Problem

Novak Djokovic: Kann er seinen Triumph über Nadal mit dem Titel in Paris vergolden?

Novak Djokovic: Kann er seinen Triumph über Nadal mit dem Titel in Paris vergolden? imago images

Es war ein Halbfinale der Extraklasse. Novak Djokovic und Rafael Nadal eroberten am Freitagabend die Herzen der Tenniswelt im Sturm und wurden anschließend mit Lob überschüttet. Für Andy Murray war es das "perfekte Spiel". "Du kannst auf Sand nicht besser spielen", schrieb der Schotte auf "Twitter", während Diego Schwartzman anerkennend fragte: "Betreiben wir Tennisspieler den gleichen Sport wie diese beiden?"

Djokovic selbst sagte nach dem unglaublichen 3:6, 6:3, 7:6 (7:4), 6:2 über Sandplatzkönig und Dauerrivale Nadal, dass "es mein bestes Spiel auf Sand war - und eines der drei besten meiner Karriere". Doch nun gilt es für den Serben, den Weg nach vorne zu richten, denn auf seinem Weg zum zweiten Titel bei den French Open steht noch Stefanos Tsitsipas im Weg.

Tsitsipas glänzt in 2021

Und der 22-jährige Grieche stellt gewiss eine große Gefahr für die Nummer 1 der Welt dar, ist er doch der erfolgreichste Spieler 2021. Vor allem auf Sand wusste er zu überzeugen: Tsitsipas gewann in Monte Carlo, Lyon und stand in Barcelona im Finale, wo er sich Nadal beugen musste.

Djokovic weiß das nur zu gut, der Serbe weiß aber auch um seine Vorteile. "Für ihn wird das eine besondere Erfahrung, weil er noch nie ein Grand-Slam-Finale gespielt hat", sagte der Djoker und lotete bereits ein wenig die Chancen aus: "Die Erfahrung ist auf meiner Seite, dafür wird er frischer sein."

Wawrinka als Warnung

Dass er gegen Tsitsipas auch die bessere Bilanz hat, dürfte Nole auch wissen. Fünf von sieben Duellen gewann der 34-Jährige, zuletzt jubelte er viermal nacheinander, so wie im Vorjahr im Halbfinale der French Open (6:3, 6:2, 5:7, 4:6, 6:1) oder unlängst im Viertelfinale von Rom (4:6, 7:5, 7:5).

Viel spricht für Djokovic, doch er weiß mit Blick auf seinen eigenen Triumph gegen Nadal nur zu gut, dass der Favorit auch straucheln kann - und dann dürfte sich Nole auch noch an 2015 erinnern. Damals gewann er in Roland Garros ebenfalls gegen Nadal (7:5, 6:3, 6:1 im Viertelfinale) und war schon vorzeitig von vielen zum Sieger erklärt worden, nur um dann im Finale von einem phänomenal spielenden Stan Wawrinka (6:4, 4:6, 3:6, 4:6) aus allen Träumen gerissen zu werden. Ob sich Geschichte wiederholt?

drm