Bundesliga

Nach Debüt in der U 21: Knauffs langer Weg beim BVB

Flügelspieler sammelt im DFB-Trikot Selbstvertrauen

Nach Debüt in der U 21: Knauffs langer Weg beim BVB

Feierte sein Debüt für die deutsche U 21: BVB-Profi Ansgar Knauff.

Feierte sein Debüt für die deutsche U 21: BVB-Profi Ansgar Knauff. imago images/Newspix

33 Minuten in der Bundesliga, vier Minuten in der Champions League: Die Einsatzbilanz für Ansgar Knauff bei den BVB-Profis ist in dieser Saison noch recht überschaubar. Der Flügelspieler sucht noch nach seinem Platz im Team des neuen Dortmunder Trainers Marco Rose, der den 19-Jährigen bislang nur zweimal als Joker brachte. Am Dienstag jedoch konnte Knauff, der bei den Profis in dieser Saison wie auch bei seinen fünf Einsätzen für die U 23 in der 3. Liga noch ohne Torbeteiligung ist, mal wieder ein persönliches Erfolgserlebnis feiern: Der Youngster gab sein Debüt für die deutsche U-21-Nationalmannschaft.

Knauff wurde 23 Minuten vor dem Ende der Partie gegen Ungarn vom neuen U-21-Bundestrainer Antonio di Salvo eingewechselt. Zwar blieb er auch beim 5:1-Erfolg ohne Tor oder Assist. Aber allein die Tatsache, dass er dabei sein durfte, dürfte dem gebürtigen Göttinger Auftrieb geben. Ursprünglich war er erneut für die U 20 vorgesehen, für die er am vergangenen Donnerstag beim 0:0 gegen Polen auf dem Feld stand. Da sich aber unter anderem sein Dortmunder Teamkollege Youssoufa Moukoko (Faserriss) verletzt von der U 21 abmeldete, rückte er nach. Denn schon länger stand Knauff dort auf dem Zettel.

Perspektivisch hat der BVB genaue Pläne mit dem Offensivtalent

Ob Knauff am Samstag auch bei den BVB-Profis zum Zuge kommen wird, hängt indes stark davon ab, inwieweit die zahlreichen angeschlagenen Akteure der Borussia bis zum Spiel gegen Mainz einsatzbereit sind. Vor allem bei Mahmoud Dahoud und Manuel Akanji wird es ein Wettlauf gegen die Zeit. Schaffen sie es nicht, dürfte Knauff zumindest - wie in den vergangenen vier Liga-Spielen - erneut im 20-köpfigen Kader stehen.

Perspektivisch hat der BVB genaue Pläne mit dem Offensivtalent, das in der vergangenen Rückrunde erste Duftmarken in Bundesliga und Königsklasse setzen konnte. "Wir werden mit Ansgar daran arbeiten, dass er sich in diese Richtung entwickelt", sagte sein Trainer Marco Rose in der Vorbereitung zu den "Ruhr Nachrichten", als er auf das Fehlen eines klassischen Nachfolgers des zu Manchester United abgewanderten Jadon Sancho angesprochen wurde. Um im Dribbling, der Entscheidungsfindung und dem Abschluss noch besser zu werden, gehören auch Zusatzübungen regelmäßig zu seinem Trainingspensum.

Matthias Dersch

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