Bundesliga

Nach Becherwurf: Geldstrafe und Fanausschluss auf Bewährung für Bochum

DFB-Sportgericht verhängt Strafe

Nach Becherwurf: Geldstrafe und Fanausschluss auf Bewährung für Bochum

Christian Gittelmann wurde von einem Bierbecher getroffen.

Christian Gittelmann wurde von einem Bierbecher getroffen. IMAGO/Norbert Schmidt

Der VfL Bochum ist nach dem Becherwurf im Spiel gegen Borussia Mönchengladbach zu einer Geldstrafe in Höhe von 100.000 Euro und einem Zuschauer-Teilausschluss auf Bewährung verurteilt worden. Die Bewährungsfrist läuft bis zum 30. Juni 2023. Das teilte der DFB am Mittwoch mit.

Nur bei ähnlichen Vorfällen in diesem Zeitraum müsste der VfL die komplette Südtribüne für eine Partie schließen. Zudem dürfte der Klub für dieses Spiel keinen Ticketzuschlag erheben. Der Verein hat das Urteil bereits akzeptiert.

Von den 100.000 Euro Geldstrafe kann der VfL 33.000 Euro für "sicherheitstechnische und gewaltpräventive Maßnahmen" verwenden. Hinzu kommen drei weitere Geldstrafen in einer Gesamthöhe von 15.000 Euro für Becherwürfe von Bochumer Fans in den Punktspielen gegen Borussia Dortmund und Union Berlin sowie im Pokalspiel gegen den SC Freiburg.

Verbesserte Videoüberwachung und Mehrwegbechersystem

Auch Auflagen müssen die Bochumer erfüllen. Dazu zählt "ein Konzept zur Einführung eines hochauflösenden Videoüberwachungssystems" und die Einführung eines Pfandbecher-Mehrwegsystems. 

"Da der Bundesligist aktiv bei der Täterermittlung mitgewirkt hat und zudem zur Optimierung der Sicherheit im Stadion die verbesserte Videoüberwachung und das Mehrwegbechersystem umsetzen wird, hatte der DFB-Kontrollausschuss beim Sportgericht beantragt, den Zuschauerausschluss noch zur Bewährung auszusetzen", heißt es vom DFB zur Begründung. Bereits beim vergangenen Spiel gegen Bayer Leverkusen hatte der VfL zusätzliche Videotechnik  eingesetzt.

Anklage wegen gefährlicher Körperverletzung

Während der Bundesliga-Partie zwischen dem VfL und Borussia Mönchengladbach am 18. März war Schiedsrichter-Assistent Christian Gittelmann von einem Bierbecher am Kopf getroffen worden. Die abgebrochene Begegnung wurde mit 2:0 für Gladbach gewertet.

Gittelmann erlitt bei dem Vorfall nach eigenen Angaben eine Schädelprellung und ein Schleudertrauma. Mittlerweile hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen 38 Jahre alten Tatverdächtigen wegen gefährlicher Körperverletzung erhoben.

cfl