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Nach Abbruch: Tasmania Berlin und der FC Eilenburg dürfen in die Regionalliga

Abstieg ein Fall für die Gerichte?

Nach Abbruch: Tasmania Berlin und der FC Eilenburg dürfen in die Regionalliga

Künftig Regionalliga-Fußball im Ilburg-Stadion: Der FC Eilenburg (hier im August 2020) steigt auf.

Künftig Regionalliga-Fußball im Ilburg-Stadion: Der FC Eilenburg (hier im August 2020) steigt auf. IMAGO / Picture Point

Die Spielzeit 2020/2021 in den NOFV-Spielklassen wird abgebrochen und gewertet, obwohl teilweise erst ein Viertel der angesetzten Partien absolviert wurden. Als Abschlusstabelle gilt die jeweilige Tabelle zum 01.11.2020, bei unterschiedlicher Anzahl von Spielen unter Anwendung der Quotientenregelung. In der NOFV-Oberliga sieht die modifizierte Auf- und Abstiegsregelung zwei Absteiger aus jeder Staffel (insgesamt vier Mannschaften) vor. Dazu gibt es einen Regionalliga-Aufsteiger aus jeder Klasse (insgesamt zwei Mannschaften). Für das Spieljahr 2021/2022 wurde die Staffelstärke der Oberliga auf maximal 36 Mannschaften festgelegt.

"Das zweite Mal eine Saison abbrechen zu müssen, ist bitter, dennoch denke ich, dass es auf Grund der derzeitigen Lage in Deutschland, insbesondere für unsere Vereine wichtig war, als Verband Klarheit über das aktuelle Spieljahr zu schaffen. Wir mussten, gerade in Bezug auf unsere Herren-Spielklassen und deren Auf- und Abstiegsregelungen, schwere Entscheidungen treffen, bei denen es leider nicht nur Gewinner gibt", so Hermann Winkler, Präsident des NOFV.

Oberliga Nord

Für die Oberliga Nord ergeben die Beschlüsse folgende Konsequenzen: Tasmania Berlin (Quotient 2,33) darf in die Regionalliga. "Trotz aller Anstrengungen hat nun also auch der Glücksfaktor eine gewisse Rolle bei unserem Aufstieg gespielt, keine Frage - dennoch sind wir der Ansicht, dass der Verein für den unter diesen Umständen betriebenen Aufwand belohnt worden ist", schreiben die Berliner in einem Statement. Auf Rang zwei landet der SC Staaken (2,0) vor dem Greifswalder FC (1,89), die beide in der Oberliga verbleiben.

Abgestiegen sind mit dem BSC Süd 05 (0,56) und dem FC Strausberg (hat Anfang März bereits angekündigt, sich aus der Oberliga zurückzuziehen) zwei Brandenburger Mannschaften. Lok Stendal (0,56) verbleibt hauchdünn in der Oberliga. Die aktuell vorgesehenen Aufsteiger heißen MSV Neuruppin (Brandenburg), Eintracht Mahlsdorf (Berlin) und Mecklenburg Schwerin (Mecklenburg-Vorpommern). Aus der Regionalliga Nordost steigt keine Mannschaft in die Nord-Staffel ab.

Oberliga Süd

Hier jubelt der FC Eilenburg (2,22) über seinen Aufstieg in die Regionalliga - hauchdünn vor dem VfL Halle (2,22) und RW Erfurt (2,00). "Wir werden diese Entscheidung so akzeptieren, auch wenn wir sie als unsportlich betrachten", so Erfurt-Geschäftsführer Franz Gerber. Mit dem FC Carl Zeiss Jena II und dem FSV Wacker Nordhausen müssen ab Sommer zwei Teams in der Verbandsliga Thüringen ran. "Die Entscheidung des NOFV lässt uns fassungslos, aber nicht mutlos zurück", so Nordhausen-Präsident Torsten Klaus, "wir sind der festen Überzeugung, dass es aufgrund der geringen und unterschiedlichen Anzahl der durchgeführten Spiele nicht möglich ist, die derzeitige Tabellenauswertung als Gradmesser für einen verpflichtenden Abstieg heranzuziehen", so Klaus weiter, der nun juristische Schritte gegen diesen Zwangsabstieg prüfen lässt.

Die Aufsteiger - sollten sie auch melden - heißen Wismut Gera (Thüringen), Einheit Wernigerode (Sachsen-Anhalt) und SC Freital (Sachsen). Aus der Regionalliga stößt wohl der Bischofswerdaer FV in die Süd-Staffel.

jam

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