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Nach 299 km: Stuyven gewinnt Mailand-Sanremo

Schachmann verpasst den Coup

Nach 299 km: Stuyven gewinnt Mailand-Sanremo

Der Moment, wenn alle Qualen vergessen sind: Jasper Stuyven jubelt nach 299 Kilometern in Sanremo.

Der Moment, wenn alle Qualen vergessen sind: Jasper Stuyven jubelt nach 299 Kilometern in Sanremo. Getty Images

Rund zehn Kilometer vor dem Ziel stand die entscheidende Rennphase mit der letzten großen Herausforderung des Tages an. Denn kurz bevor es auf den Poggio die Sanremo ging, spannten sich vorne gleich mehrere Teams in die Tempoarbeit. Am Fuße des Anstiegs wollten alle Helfer ihre Kapitäne in eine optimale Ausgangsposition eskortieren. Ineos, das auf der Zielgeraden nichts mehr zu melden hatte, knallte als erstes in den Berg und hielt das Tempo hoch. Den ersten Angriff lancierte aber Mitfavorit Julian Alaphilippe (Deceuninck - Quick Step) und die deutsche Hoffnung Maximilian Schachmann (Bora-hansgrohe) ging mit. Das Feld flog sofort auseinander.

Elf Fahrer stürzten sich in die Abfahrt, doch keiner wollte die Arbeit im Wind verrichten. Stuyven wurde es zu langsam und er setzte zwei Kilometer vor dem Ziel die nächste Attacke - die entscheidende Attacke. Alaphilippe und Co. schauten sich an, keiner wollte die Nachführarbeit erledigen. Der Belgier nutzte die Gunst der Stunde und rettete sich ins Ziel - knapp vor Ewan und Wout van Aert (Team Jumbo-Visma).

Stuyven: "Das ist größte Sieg meiner Karriere"

"Ich kann nicht beschreiben, was ich fühle. Das ist der größte Sieg meiner Karriere", sagte Stuyven vom Team Trek-Segafredo. Mit Maske, Blumen und einer großen Flasche Champagner genoss er auf dem Siegerpodest seinen Triumph.

Schachmann kam zeitgleich mit der ersten Gruppe als 14. am Küstenort ins Ziel. Sein Teamkollege Pascal Ackermann folgte mit sechs Sekunden Rückstand auf Position 20, John Degenkolb wurde 32.

Mailand-Sanremo ist das längste der fünf Radsport-Monumente und wird traditionell als erstes im Jahr gefahren. Es folgen die Flandern-Rundfahrt (4. April), Paris-Roubaix (11. April), Lüttich-Bastogne-Lüttich (25. April) und die Lombardei-Rundfahrt (9. Oktober).

Mailand-Sanremo (299,00 km):

1. Jasper Stuyven (Belgien/Trek-Segafredo) 6:38:06 Stunden, 2. Caleb Ewan (Australien/Lotto Soudal), 3. Wout Van Aert (Belgien/Jumbo-Visma), 4. Peter Sagan (Slowakei/Bora-hansgrohe), 5. Mathieu Van Der Poel (Niederlande/Alpecin-Fenix), 6. Michael Matthews (Australien/BikeExchange), ... 14. Maximilian Schachmann (Berlin/Bora-hansgrohe) alle gleiche Zeit, ... 20. Pascal Ackermann (Kandel/Bora-hansgrohe) +0:06 Minuten, ... 32. John Degenkolb (Gera/Lotto-Soudal) beide gleiche Zeit, ... 71. Marcus Burghardt (Zschopau/Bora-hansgrohe) +1:45, ... 92. Jonas Koch (Schwäbisch Hall/Intermarche-Wanty-Gobert) +3:13, ... 101. Roger Kluge (Eisenhüttenstadt/Lotto-Soudal) +5:15, ... 114. Jasha Sütterlin (Freiburg/DSM) +7:14, Christoph Pfingsten (Potsdam/Jumbo-Visma) +14:55, ... 163. Paul Martens (Rostock/Jumbo-Visma) +16:33

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