Bundesliga

Wolfsburgs Gerhardt fordert: "Müssen aufwachen"

"Es tut mir leid für die mitgereisten Fans"

"Müssen aufwachen": Gerhardt wird nach sechster Auswärtspleite deutlich

Sichtlich frustriert: Yannick Gerhardt und der VfL Wolfsburg blieben auswärts erneut unter den eigenen Ansprüchen.

Sichtlich frustriert: Yannick Gerhardt und der VfL Wolfsburg blieben auswärts erneut unter den eigenen Ansprüchen. picture alliance/dpa

Vor heimischem Publikum können sich die Auftritte der Wölfe in dieser Bundesliga-Saison bislang sehen lassen (vier Siege, ein Remis, eine Niederlage). Auswärts schaut die Mannschaft von Niko Kovac dagegen seit Wochen in die Röhre. Auf den 2:1-Sieg in Köln am 2. Spieltag folgten nun bereits sechs Niederlagen in der Fremde am Stück.

Auch in Bochum (1:3) bekamen die Wolfsburger ihre Leistung nicht auf den Rasen und schafften es besonders im ersten Durchgang nicht, die hohe Intensität der Gastgeber mitzugehen. Führungsspieler Yannick Gerhardt, der in den vergangenen Wochen seinen Stammplatz verloren hatte, nahm die Mannschaft im Gespräch mit "Sky" in die Pflicht.

"Gegen Leipzig wissen wir, dass wir der klare Außenseiter sind. Da verteidigen wir alle gemeinsam und sind uns auch nicht zu schade den Ball hinten rauszuhauen", blickte der 29-Jährige auf den 2:1-Heimsieg in der vergangenen Woche zurück. "Gegen Bochum denken wir, dass wir fußballerisch die bessere Mannschaft sind. Aber im Fußball und vor allem bei dieser Kulisse zählen erstmal die Zweikämpfe und da haben wir uns vor allem in der ersten Halbzeit den Schneid abkaufen lassen."

Egal ob man gut drauf ist oder nicht, man kann immer gemeinsam verteidigen.

Yannick Gerhardt

Bei den Wölfen müsse man verstehen, dass es aktuell nur über Einsatzbereitschaft geht. "Wir sind noch nicht so weit, dass wir momentan fußballerisch diese Qualität über 90 Minuten zeigen können, deshalb müssen wir von Anfang an in die Zweikämpfe", forderte der Zentrumsspieler ein. "Egal ob man gut drauf ist oder nicht, man kann immer gemeinsam verteidigen."

Besonders defensiv haben die Wolfsburger in der Fremde ihre Schwierigkeiten und fingen sich in den sieben Partien bereits 18 Gegentore. An einem Mannschaftsteil könne man die Probleme laut Gerhardt aber nicht festmachen: "Es passt momentan zu selten über 90 Minuten. Wir haben immer Phasen, die gut sind, aber in der Bundesliga reichen die Phasen nicht. Wir brauchen 90 Minuten konsequenten Fußball - so wie gegen Leipzig."

Gerhardt: "Auswärts ist es eine Katastrophe"

Auch für die VfL-Anhänger, die die Mannschaft im bisherigen Saisonverlauf in der Ferne unterstützt hatten, ärgerte sich Gerhardt. "Auswärts ist es in diesem Jahr eine Katastrophe bisher. Es tut mir leid für die mitgereisten Fans. Jedes Mal kommen sie mit und feuern uns an und wir lassen uns jedes Mal den Schneid abkaufen, egal wo wir spielen. Da müssen wir schleunigst dran arbeiten."

Denn die Aufgaben werden für die Wölfe nicht einfacher. Schon am Dienstag (20.45 Uhr, LIVE! bei kicker) geht es im Pokal bei Borussia Mönchengladbach weiter, Samstag (15.30 Uhr) folgt das Heimspiel gegen den SC Freiburg. "In zwei Wochen wartet Darmstadt, das wird genau so ein Kampfspiel. Wir müssen langsam aufwachen", forderte Gerhardt und hielt fest: "Wir brauchen unbedingt Punkte."

dza

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