Bundesliga

Müllers Saison: Erst Weltklasse, dann auf Formsuche

Starke Hinrunde, Rekord, neuer Vertrag

Müllers Saison: Erst Weltklasse, dann auf Formsuche

Peilt schon die nächsten Meistertitel an: Thomas Müller.

Peilt schon die nächsten Meistertitel an: Thomas Müller. IMAGO/regios24

Vier Länderspiele stehen im Juni im Terminkalender von Thomas Müller. Die freien Tage seit dem letzten Spieltag nutzte er zu einer Runde Golf mit Kumpel Bastian Schweinsteiger. Auch an der Säbener Straße tauchte er auf, um sich für die Nations League im Juni fit zu halten. Schon jetzt kann das FC-Bayern-Urgestein auf eine denkwürdige Saison zurückblicken.

Abgerundet wurde Müllers elfte Deutsche Meisterschaft mit einem neuen Vertrag mit Laufzeit bis 2024. Der alte endete 2023. Zwei weitere Jahre Müller im Bayern-Trikot bedeutet dies - mindestens. Dazu die reelle Möglichkeit auf zwei weitere und damit 13 Salatschüsseln. Alleiniger Rekordhalter in dieser Kategorie ist der 32-Jährige mittlerweile ohnehin, er hängte den vor einem Jahr zu Real Madrid gewechselten David Alaba ab, der wie nun auch Manuel Neuer und Robert Lewandowski auf zehn Meisterschaften kommt.

Aus 20 Scorerpunkten wurden neun

Müllers erste war 2010 unter Louis van Gaal, eine halbe sportliche Ewigkeit ist das her. Zur zehnten in Serie steuerte der Offensivspieler vor allem in der Hinrunde viel bei, in der er sich auf Weltklasse-Niveau bewegte. Fünf Tore plus 15 Assists gleich 20 Scorerpunkte sammelte er bis Weihnachten, danach kamen allerdings "nur" noch drei weitere Tore und sechs Vorlagen hinzu. Als Ganzes betrachtet immer noch eine starke Saison, doch auch an Müller ging die zähe, glanzlose Rückrunde des Rekordmeisters nicht spurlos vorbei. Wie viele seiner Mitspieler litt er an Formverlust, verlor er die Leichtigkeit in seinem Spiel. In der Champions League spuckt die Statistik für Müller acht Scorerpunkte (vier Tore, vier Vorlagen) aus, beim Viertelfinal-Aus gegen den FC Villareal enttäuschte er jedoch wie alle anderen.

Spannend wird Müllers künftige Rolle. Der Auftrag der FCB-Bosse an Trainer Julian Nagelsmann lautet, Jamal Musiala (19) noch mehr Spielzeit zu geben, ihn zum festen Bestandteil der Elf zu machen. Musiala spielt wie Müller am liebsten auf der Zehn. Bringt Nagelsmann beide regelmäßig unter? Mit einer Doppelzehn oder Musiala etwas tiefer postiert? Gleiches gilt für die Nationalmannschaft, mit der beide eine erfolgreiche WM im Winter anstreben.

Frank Linkesch

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