Bundesliga

Bundesliga, 28. Spieltag: Thomas Müller und die eine große Ausnahme

Bundesliga, Überblick: Das bringt der 28. Spieltag

Müllers eine große Ausnahme - Mainz und die Showdown-Schwäche

Könnten am 28. Spieltag negative Statistiken aufbessern: Thomas Müller (li.) und der FSV Mainz 05.

Könnten am 28. Spieltag negative Statistiken aufbessern: Thomas Müller (li.) und der FSV Mainz 05. imago images

Arminias Unwohlsein auf der Alm - Kommt der richtige Gegner?

Der Spieltag beginnt am Freitagabend auf der Bielefelder Alm - einem Ort, der der Arminia in dieser Saison nicht besonders liegt. Mit neun Heimniederlagen haben die Ostwestfalen schon jetzt einen neuen Vereinsnegativrekord aufgestellt - und Trainer Frank Kramer gewann noch kein einziges seiner ersten acht Heimspiele als Bundesligatrainer, auch mit Hoffenheim und Fürth gelang ihm das nicht. Nun könnte aber genau der richtige Gegner warten: Alle drei bisherigen Heimspiele in der Bundesliga gegen den SC Freiburg hat Bielefeld gewonnen, das gelang bislang nur gegen den heutigen Drittligisten Uerdingen.

Selbst Müller hat so etwas wie einen "Angstgegner"

Kein Lewandowski, kein Gnabry - kein Problem? Beim FC Bayern ist ja schließlich Thomas Müller gegen jeden Gegner für eine Torbeteiligung gut. Sollte man jedenfalls meinen. In drei Spielen gegen Union Berlin gelang Müller nämlich noch kein einziger Scorerpunkt, die Eisernen bilden damit eine ligaweite Ausnahme. In Abwesenheit zweier wichtiger Offensivkräfte käme ein Ende der Serie aus Bayern-Sicht am Samstagnachmittag wie gerufen, um dem Sieg im Spitzenspiel am vergangenen Wochenende Nachdruck zu verleihen.

Platz zwei zementiert: RB braucht in Bremen "mehr Eigenmotivation

Nach eben jenem Spitzenspiel hat RB Leipzig seine Meisterschaftsambitionen weitgehend abgehakt. "Es braucht jetzt ein Stück mehr Eigenmotivation", machte Julian Nagelsmann bereits klar. Denn die Frage stellt sich angesichts der so gut wie sicheren Qualifikation für die Champions League schon: Um was geht es für RB Leipzig in dieser Saison noch? Werder Bremen, RB-Gegner am Samstag, wäre hingegen froh, diese Frage stellen zu können. Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge muss Kohfeldts Team den Blick aus dem gesicherten Mittelfeld wieder nach unten richten.

Ein Hauch von Champions League in Frankfurt

Hinter Leipzig haben es sich der VfL Wolfsburg und Eintracht Frankfurt mittlerweile gemütlich gemacht auf den Champions-League-Plätzen. Hauptgrund dafür: Beide Teams haben in dieser Saison erst dreimal verloren und damit genauso selten wie der FC Bayern. Heißt umgekehrt aber auch: Nur Union Berlin (zwölf) spielte öfter remis als der VfL (neun) und die SGE (elf). Mit einem Unentschieden könnten beide Teams angesichts der Tabellensituation wohl auch am Samstag gut leben - und womöglich zumindest ganz leise schon die Champions-League-Hymne summen.

Schreibt Hertha auf dem Platz wieder positive Schlagzeilen?

Nicht gerade positive Schlagzeilen hat Hertha BSC unter der Woche geschrieben. Torwarttrainer Zsolt Petry musste wegen diskriminierenden Äußerungen gehen, Mittelfeldspieler Santiago Ascacibar droht ein Nachspiel wegen einer Verbalattacke im Berliner Derby. Setzt sich wenigstens der leichte sportliche Aufwärtstrend fort? Gegen Borussia Mönchengladbach könnte der Hauptstadtklub wichtige Punkte in Richtung Klassenerhalt sammeln.

Denkwürdiges Hinspiel: Stürzt Stuttgart den BVB in die nächste Krise?

Das Hinspiel zwischen dem VfB Stuttgart und Borussia Dortmund dürfte nicht nur bei den Fans der beiden Vereine noch äußerst präsent sein. Nach dem 1:5 gegen die Schwaben Mitte Dezember musste Lucien Favre seinen Hut als BVB-Coach nehmen, Edin Terzic übernahm. Bislang kommt der neue Trainer auf einen Punkteschnitt von 1,50 - weniger als Favre an den ersten elf Spieltagen (1,73). Gewinnt der VfB auch das Rückspiel am Samstagabend, würde Matarazzos Team bis auf einen Punkt an die Dortmunder heranrücken - und für die nächste ungemütliche Situation beim BVB sorgen.

Abstiegskampf oder nicht? Schalke vor nächstem Negativrekord

Der Bundesliga-Sonntag steht dann im Zeichen des Abstiegskampfes. Wobei: Kann man bei der Partie Schalke gegen Augsburg überhaupt noch von Abstiegskampf reden? Die Knappen werden wohl kaum noch in diesen eingreifen können, der FCA hat sich am vergangenen Wochenende nach oben hin verabschiedet und vor dem Spieltag neun Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. So geht es - mal wieder - auch um einen Negativrekord der Königsblauen: Trifft Schalke am Sonntagnachmittag nicht, würden sie mit dem sechsten torlosen Heimspiel die bisherige Rekordmarke von Freiburg (2009/10) und Stuttgart (2014/15) einstellen.

Abstiegskracher in Köln: Mainz und die Sechs-Punkte-Spiel-Schwäche

Ein echter Abstiegskracher steigt dann am Sonntagabend im Rheinland: Der 1. FC Köln und Mainz 05 treffen sich zum direkten Duell unter Rivalen um den Klassenerhalt - eine Aufgabe, die den Nullfünfern bislang so gar nicht liegt. Zwar hat Mainz in dieser Saison schon sechs Siege eingefahren, aber kein einziger davon gelang gegen ein Team aus dem aktuell unteren Tabellendrittel. Das Auswärtsspiel bei den seit sieben Spielen sieglosen Kölnern böte eine gute Gelegenheit, die Sechs-Punkte-Spiel-Schwäche zu beenden.

Bundesligarekord im achten Spiel? Palacios könnte es schaffen

Erst sieben Bundesligaspiele hat Leverkusens Exequiel Palacios absolviert - und trotzdem könnte er beim Auswärtsspiel in Hoffenheim am Montagabend einen Bundesligarekord einstellen. Vorübergehend jedenfalls. Denn: Keines dieser sieben Spiele hat der Argentinier verloren. Jetzt könnte er mit den Rekordhaltern Bent André Skammelsrud (ebenfalls Leverkusen) und Reto Ziegler (HSV) gleichziehen, die mit acht den Rekord für die meisten Bundesligaspiele ohne Niederlage halten - eben auch deshalb, weil beide nur acht Bundesligaspiele absolviert haben. Gut möglich also, dass auch Palacios den Rekord nur zeitweise übernimmt - wenn überhaupt.

mib