Bundesliga

Müller: "Wir haben nicht gespielt wie ein Letzter"

Hamburger SV schöpft nach Remis neue Hoffnung

Müller: "Wir haben nicht gespielt wie ein Letzter"

Faust geballt, Punkt gewonnen: Hamburgs Nicolai Müller bejubelt sein 2:2 in Hoffenheim.

Faust geballt, Punkt gewonnen: Hamburgs Nicolai Müller bejubelt sein 2:2 in Hoffenheim. Getty Images

Als erste Amtshandlung tauschte Gotoku Sakai, neuer Kapitän beim Hamburger SV, bei der Platzwahl die Seiten - 1899-Spielführer Sebastian Rudy schaute in die Röhre. Und auch während den 90 Minuten ging Sakai mal wieder voran. "Er war ein zuverlässiger Anführer - genau wie erwartet", lobte Coach Gisdol. Teamplayer Sakai stellte mal wieder die Mannschaft in den Vordergrund: "Heute ist das ein kleiner Schritt für uns, auch für mich. Ich möchte einfach so weiterarbeiten mit der Mannschaft." Was dem Japaner imponierte? "Wir haben von Anfang an richtig Gas gegeben und auch nach den Gegentoren weitergekämpft. Ein 2:2 auswärts, das ist schon ok."

"Sicher jeden HSV-Fan mitgerissen"

Der Spielbericht

Spielersteckbrief N. Müller
N. Müller

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Spielersteckbrief G. Sakai
G. Sakai

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Mathenia

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Für Gisdol war wichtig, die Anhänger schnell mit ins Boot zu holen. "Die Mannschaft ist heute als Team aufgetreten und hat sicher jeden HSV-Fan auch mitgerissen. Das war ein sehr wichtiger Schritt", so Gisdol, der wohl auch mit einem Auge schon auf das nahende Nordderby schielte. Bedanken durfte sich der 47-Jährige bei Filip Kostic (Torschütze des 1:0) und Nicolai Müller, der nach seinem Doppelpack gegen Dortmund auch das 2:2 in Hoffenheim festzurrte. "Ich denke, es war eine geschlossene Mannschaftsleistung und deshalb auch ein verdienter Punkt. Mit ein bisschen Glück hätten wir auch das 3:2 machen können", resümierte Müller bei Bezahlsender "Sky".

Das kann nochmal etwas freisetzen.

Nicolai Müller über einen möglichen Derbysieg

Speziell in der Offensive (zuvor nur vier Saisontore!) wussten die Rothosen zu gefallen: 14 Torschüsse gaben Müller & Co. ab, gewannen dazu 55 Prozent ihrer Zweikämpfe. Auch 25 Fouls zeigen, dass der HSV den Abstiegskampf angenommen hat. In Sachen Selbstvertrauen gab das 2:2 ebenfalls einen Schub: "Wir haben nicht gespielt wie ein Letzter, haben mutig agiert, das muss der Weg sein. Es ist ein harter Kampf, da unten rauszukommen", so Müller.

Das Remis in Sinsheim war aber nur ein kleiner Schritt, der erste Saisonsieg würde die Situation schon stärker entschärfen. "Wir haben zu Hause mit einem Derbysieg eine große Chance. Das kann nochmal etwas freisetzen", prognostizierte Müller. Beim ehemaligen Mainzer musste sich auch Schlussmann Christian Mathenia, der sein Bundesliga-Debüt für den HSV gab ("Fühlt sich sehr gut an"), bedanken. Der Ex-Darmstädter sah speziell beim 1:2 durch Steven Zuber nicht wirklich glücklich aus.

Mathenia hadert und bleibt fokussiert

Die Szene aus seiner Sicht: "Der Ball kommt durch den Strafraum, ich bin im Sidestep. Man hätte vielleicht den Fuß nehmen sollen. Der ist dann durchgerutscht, das ist ärgerlich, klar. Aber es geht weiter, ich versuche mich stetig zu steigern. Und nächste Woche im Derby ist das wichtig." Die stetigen Nebengeräusche seien zwar nicht förderlich, aber auch keine Ausrede. Kein Problem, ab Montag "sind wir wohl eh alle im Derbymodus", wie Mathenia bestätigte.

msc

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