Bundesliga

Thomas Müller: Wenn ein Fohlen zur Höchstleistung motiviert

Nationalspieler rückt in der Bayern-Torjägerliste weiter vor

Müller: Wenn ein Fohlen zur Höchstleistung motiviert

"Vater-" und Torfreuden: Thomas Müller nach dem 4:0 in Freiburg.

"Vater-" und Torfreuden: Thomas Müller nach dem 4:0 in Freiburg. imago

In der Nacht zuvor war auf Müllers Gestüt "das erste Fohlen der Saison" zur Welt gekommen, wie der Bayern-Angreifer bei "Sky" stolz erzählte. "Ich bin quasi ein frischer Papa. Das hat mich zusätzlich angestachelt". Leicht angestachelt wirkte Müller auch, als er erfuhr, dass er sich nicht wie erwartet Doppeltorschütze nennen durfte. Das 1:0 in der 25. Spielminute, das Müller gewohnt handlungsschnell, wenn auch mit einer gehörigen Prise Glück erzwungen hatte, wurde als Eigentor von Freiburg-Keeper Schwolow gewertet. "Kann ein Torwart überhaupt ein Eigentor schießen?", fragte der 28-Jährige leicht enttäuscht, stellte aber sogleich fest: "Ich werde zwar an Toren gemessen, aber nicht von mir selbst."

Für diejenigen, die es doch tun, hatte Müller schließlich auch noch eine Pointe übrig: In der 69. Minute reagierte er bei einer fix ausgeführten Ecke von Joshua Kimmich schneller als die gesamte Freiburger Abwehr und markierte das 4:0. Der Weltmeister resümierte knapp: "Ein wirklich schönes Tor". Und ein historisches noch dazu: Der gekonnte Abschluss bedeutete Bundesliga-Treffer Nummer 102 für Müller, der dadurch Dieter Hoeneß in der Liste der Top-Torjäger in der Bundesliga-Historie des FC Bayern einholte. Getoppt wird die Marke nur noch durch Gerd Müller (365), Karl-Heinz Rummenigge (162) und Roland Wohlfarth (119).

Auch, wenn er in dieser Saison wohl nicht mehr weiter in der Rangliste klettern wird: Mit Blick auf seine Leistung am Sonntag dürften zumindest Anhänger des FCB auf weiteren Nachwuchs auf dem Gestüt Müller hoffen - vor allen Dingen, wenn es in die entscheidenden Wochen in Champions League und Pokal geht.

mib

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