Champions League

Nach 8:2: Thomas Müller missfällt Vergleich mit 7:1 gegen Brasilien

Extra-Lob für Lewandowski - und was er "am schönsten" fand

Müller missfällt Vergleich mit 7:1 gegen Brasilien

Thomas Müller jubelt gegen Barcelona

"Wichtig ist, dass wir auf dem Platz die Sachen machen, die wir wollen": Thomas Müller. imago images

Der FC Bayern hatte gegen den FC Barcelona wahrlich durchgezogen, so sehr, dass Thomas Müller rund eine halbe Stunde später im TV-Interview mit "Sky" "immer noch einen hohen Puls" hatte und "immer noch außer Atem" war. Auch er musste diesen "sehr speziellen Abend" erst einmal verarbeiten.

Doch nicht das 8:2-Ergebnis, nicht sein besonderer Doppelpack, nicht diese Machtdemonstration gefiel ihm an diesem Champions-League-Viertelfinale in Lissabon am besten. Sondern: "Am schönsten ist eigentlich, wenn man sieht, dass die Spieler, die reinkommen, den gleichen Impact haben, die gleiche Freude, die gleiche Arbeitseinstellung", sagte Müller bei "Sky".

"Es ist auch oft ein guter Teamgeist, wenn man abends einen trinken geht"

Während Barça-Trainer Quique Setien offenbar so perplex war, dass er nur zweimal wechselte, nutzte Hansi Flick alle fünf Optionen. Mit Philippe Coutinho (zwei Tore, eine Vorlage) und Lucas Hernandez (eine Vorlage) war ein Joker-Duo an weiteren Toren direkt beteiligt; und auch Kingsley Coman, Niklas Süle und Corentin Tolisso wirbelten munter mit.

Belegt das den momentanen Münchner Teamgeist? Müller winkte ab: "Es ist auch oft ein guter Teamgeist, wenn man abends einen trinken geht, da ist die Stimmung schon oft gut gewesen. Wichtig ist, dass wir auf dem Platz die Sachen machen, die wir wollen - und dass jeder sich quält."

Auch wenn Barça wenig Gegenwehr leistete: Die Kombinationen waren teilweise atemberaubend. "Wie Lewy beim ersten Tor nicht einfach wild versucht, sich zu drehen und zu schießen, sondern mir den Ball wieder auflegt - da geht mir das Herz auf", verteilte Müller ein Extra-Lob an Robert Lewandowski, der schließlich doch noch im achten Champions-League-Spiel in Serie traf (zum 6:2).

Gegen Brasilien hatten wir es nicht so unter Kontrolle.

Thomas Müller

Bei vielen Fernsehzuschauern dürfte der Abend Erinnerungen an Deutschlands 7:1 gegen Brasilien im WM-Halbfinale 2014 geweckt haben. Fühlte sich auch Müller an diesen Auftritt vor der damaligen Krönung zum Weltmeister erinnert, bei dem er ebenfalls früh zur Führung getroffen hatte? "Nee, nicht ganz", entgegnete er. "Gegen Brasilien hatten wir es nicht so unter Kontrolle."

Der Vergleich schmeckte Müller schlicht nicht so recht: "Gegen Brasilien ist es passiert. Aber heute wollten wir von Anfang an den Gegner mit unserer Art, Fußball zu spielen, beherrschen. Das hatte viel, viel mehr mit uns zu tun als das in Brasilien. Wir waren einfach brutal dominant, vor allem gegen den Ball."

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jpe

Bilder zur Partie FC Barcelona - Bayern München