Champions League

Müller: "Das ist eine Durchgangsstation"

Bayern geht mit Selbstvertrauen in den Hit gegen Barcelona

Müller: "Das ist eine Durchgangsstation"

Thomas Müller erzielte schon vier Treffer für den FC Bayern gegen den FC Barcelona.

Thomas Müller erzielte schon vier Treffer für den FC Bayern gegen den FC Barcelona. imago images

Aus Lissabon berichtet Georg Holzner

Am vorigen Samstag zog Thomas Müller mit Philipp Lahm gleich. Beide stehen nun bei 112 Partien in Europas Top-Wettbewerb. Gegen den FC Barcelona, an diesem Freitag, könnte der 30-Jährige am ehemaligen Bayern-Kapitän vorbeiziehen. Allerdings macht sich der Offensivallrounder nicht zu viel aus dieser Zahl. Es sei schön, wenn man "nach der Karriere" zurückblickt, und auch für Zeitungsartikel sei dies eine prima Statistik, aber für ihn persönlich "ist es eine Durchgangsstation", schließlich hoffe er schon, "dass noch einige Champions-League-Spiele dazukommen".

Müller: "Barca ist keine Laufkundschaft"

Womöglich gleich in Lissabon, wo er im besten Fall auf 115 Partien in der Königsklasse kommen kann, sollte dem FC Bayern der Weg bis ins Finale gelingen. Doch auf dieser Route warten noch ein paar Hindernisse. Das erste davon: die Katalanen um Superstar Lionel Messi. Dass das "keine Laufkundschaft ist", wisse inzwischen jeder, so Müller. Nichtsdestotrotz möchten die Münchner dem Gegner ihr Spiel aufdrängen. Wohlwissend, welch individuelle Klasse auf der anderen Seite des Feldes warten wird. Neben Messi zum Beispüiel Luis Suarez, Antoine Griezmann und Frenkie de Jong.

Wir wollen es Barcelona so ungemütlich wie möglich machen - und das Spiel mit unseren Qualitäten kontrollieren.

Thomas Müller

Diese Einzelkönner sind dem bayerischen FCB bewusst, klar, sie zu stoppen ist Aufgabe genug. Müller und Co. wollen es "dem Gegner so ungemütlich wie möglich machen", wie er sagt, und das Spiel so gestalten, dass die Bayern das Gefühl haben, "das Spiel mit unseren Qualitäten zu kontrollieren". Nichts ist's mit verstecken; nichts ist's mit Angsthasenfußball wie im vorigen Jahr gegen Liverpool. Nein, diese 2020er unter Hansi Flick sind mutig - und unheimlich selbstbewusst. Klar, die abgelaufene Bundesligasaison gibt Grund genug, um mit ausreichend Selbstvertrauen in eine Partie gegen Barca zu gehen.

Müller traf viermal in vier Spielen gegen Barcelona

Letztmals trafen die beiden Teams 2015 im Halbfinale aufeinander, Bayern hatte das Nachsehen (0:3, 3:2). Zwei Jahre zuvor, 2013 in der Triple-Saison, zerlegten die Münchner den damaligen Favoriten in sämtliche Einzelteile (4:0, 3:0). Nun, fünf Jahre nach dem bislang letzten Duell, gibt es das Wiedersehen. Neue Teams, neue Trainer - und komplett neue Umstände. Etwas, das diese Partie nicht nur zum Hit, sondern auch zu einem außergewöhnlichen Event macht. Bayern hat bewiesen, dass sie den Re-Start bewältigen können - zweimal sogar, in der Liga wie in der Champions League gegen Chelsea. Barcelona hat es im nationalen Wettbewerb nicht geschafft. Aber all das, das wissen Müller und Co. ebenfalls, ist an diesem Freitag, in diesen 90 Minuten plus, völlig wertlos.

Worin Neuer besser ist - und worin ter Stegen