Bundesliga

Müller: "Wird sehr körperbetont und intensiv"

SC-Torwart Müller rechnet mit "Kampfspiel" gegen seinen Leihverein

Müller: "Wird sehr körperbetont und intensiv"

"Beide Mannschaften brauchen das Ergebnis": Florian Müller.

"Beide Mannschaften brauchen das Ergebnis": Florian Müller. imago images

"Ein bisschen komisch" werde es wahrscheinlich schon, vermutet Florian Müller, gegen die Mannschaft aufzulaufen, bei der er sieben Jahre lang gespielt hat, und mit der er sich auch noch auf diese Saison vorbereitet hatte. "Ich versuche mir nicht zu viele Gedanken darüber zu machen", sagt er. Kurz vor dem Start der Bundesliga kam er leihweise aus Mainz, ersetzte den verletzten Mark Flekken, und hatte beim Auftakterfolg in Stuttgart gleich ein gelungenes Debüt. Seitdem warten Müller und seine neuen Teamkollegen allerdings auf den zweiten Saisonsieg.

Dass die Freiburger schon 16 Gegentore kassiert haben und damit die drittmeisten in der Liga, kreidet niemand dem neuen Keeper an. "Wir sind sehr zufrieden mit ihm, er kommt immer mehr rein in unser Spiel", sagt Trainer Christian Streich, "in Stuttgart konnte er uns hinten raus retten, danach hatte er nicht mehr die Möglichkeit, auch mal ein Spiel zu entscheiden." Zuletzt beim 0:3 in Leipzig habe die Mannschaft zwar insgesamt wenig Torchancen zugelassen, aber bei den drei Standardgegentoren habe Müller keine Chance gehabt.

"Wir arbeiten daran, die einfachen Tore abzustellen", sagt der Torhüter, der sich in Freiburg und in der Mannschaft, abgesehen von den "schwierigen Ergebnissen", wohlfühlt. Auf dem Platz gebe es "eine gute Kommunikation" und auch das Zusammenspiel habe von Anfang an gut funktioniert. Die anderen Anforderungen in Freiburg an den Keeper, von dem mehr Mitspielen gefordert werde, sei ihm entgegen gekommen. "Es gibt nicht viele Vereine, die besser zu meinem Spiel gepasst hätten", sagt Müller.

Er beobachtet aber auch weiterhin seinen Ex-Verein, von dem er für ein Jahr ausgeliehen wurde. "Die Spiele schaue ich mir an, wenn es geht", erzählt Müller, "ich glaube, dass sie Fortschritte gemacht haben. Sie haben die Situation mehr angenommen, dass nicht alles rund läuft." Dass vor dem direkten Aufeinandertreffen Mainz als Schlusslicht nur einen Punkt hat, und Freiburg mit sechs Punkten nur knapp vor der Abstiegszone steht, hätte sich Müller anders gewünscht: "Mainz hinter uns, aber über Platz 16 wäre eine gute Konstellation, und das Schönste wäre, wenn wir am Ende der Saison beide gut dastehen würden." Für diesen Sonntag allerdings rechnet er mit einem "Kampfspiel, weil beide Mannschaften das Ergebnis brauchen, wird es sehr körperbetont und intensiv werden".

Daniela Frahm

kicker.tv Hintergrund

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