Bundesliga

Müller: "Wenn wir mehr Killerinstinkt an den Tag legen ..."

Goretzka und Süle mit muskulären Verletzungen

Müller: "Wenn wir mehr Killerinstinkt an den Tag legen ..."

Hadern im Schneetreiben von München: Thomas Müller nach einer von vielen vergebenen Chancen.

Hadern im Schneetreiben von München: Thomas Müller nach einer von vielen vergebenen Chancen. picture alliance

"Wir müssen deutlich mehr Tore machen, wenn es 5:3 oder 6:3 ausgeht, kann sich keiner beschweren. Jetzt haben wir uns das Ei selbst ins Nest gelegt und müssen einem Rückstand hinterherlaufen", erklärte Thomas Müller nach der dem Spiel bei "Sky". Vor allem die Chancenverwertung war es, die den Münchner Führungsspieler wurmte: "Wenn wir mehr Killerinstinkt an den Tag legen, reden wir über ein anderes Spiel", so der 31-Jährige, den die Gegentore weniger ärgerten. "Auch wenn wir uns da nicht ganz gut angestellt haben - Paris kannst du nie ganz ausschalten."

Flick war positiver gestimmt. "Natürlich hat der Gegner aus wenigen Chancen drei Tore gemacht. Aber die Art und Weise, wie wir gespielt haben, war beeindruckend. Mit unseren Chancen hätte man auch drei Gegentore zu einem gutem Ergebnis machen können. Klar, die Effizienz war nicht gut, aber mit der Leistung bin ich sehr zufrieden. Auch wenn man natürlich nicht gerne verliert, überhaupt nicht", so der Münchner Coach, für den es im 17. Champions-League-Spiel als Bayern-Coach die erste Niederlage überhaupt war (zuvor 15 Siege, ein Remis).

Angesichts der großen spielerischen Überlegenheit und zahllosen Torgelegenheiten ist Müller für das Rückspiel am kommenden Dienstag in Paris (21 Uhr) dennoch zuversichtlich: "Wenn wir diese Leistung spielerisch wieder bringen, werden wir in Paris die Torchancen bekommen, um uns in Paris für das Halbfinale zu qualifizieren. Gerade nach so einem Spiel ist man in Gedanken schon eher beim Rückspiel", gab der Torschütze zum zwischenzeitlichen 2:2 am Mittwochabend zu.

Ein wenig Sorgen bereitet Müller und Flick indes die Personalsituation. Denn zu den jüngsten Ausfällen von Robert Lewandowski (Bänderdehnung im Knie) und Serge Gnabry (COVID-19) fielen mit Leon Goretzka und Niklas Süle schon in der ersten Hälfte des Spiels gegen Paris zwei weitere Akteure aus, sodass Flick zweimal früh wechseln musste. "Beide haben muskuläre Verletzungen", erklärte Flick, der noch keine Angaben zu einer möglichen Ausfalldauer machen konnte. Und Müller ergänzte: "Natürlich dürfen sich jetzt nicht noch drei oder vier weitere Spieler wehtun."

jom