WM

WM 2022: Thomas Müller über "geilen Typ" Niclas Füllkrug

"Echter" ersetzt "falschen" Neuner

Müller über "geilen Typ" Füllkrug: "Genau dafür ist er dabei"

Der "falsche" und der "echte" Neuner: Thomas Müller und Niclas Füllkrug.

Der "falsche" und der "echte" Neuner: Thomas Müller und Niclas Füllkrug. IMAGO/Sven Simon

70 Minuten lang bekleidete Thomas Müller gegen Spanien die Position im Sturmzentrum. Der Bayernspieler zeigte sich in seinem 120. Länderspiel als falscher Neuner zwar gewohnt engagiert, verzeichnete aber keinen Torschuss und nur 18 Ballkontakte. 

Beim Stand von 0:1 reagierte Hansi Flick, machte es seinem spanischen Trainerkollegen Luis Enrique nach und brachte auch einen echten Mittelstürmer auf den Platz. Was bei den Iberern durch die Hereinnahme von Alvaro Morata (traf zum 1:0) geklappt hatte, sollte auch beim DFB-Team funktionieren.

Der Joker sticht

Niclas Füllkrug brauchte in seinem dritten Länderspiel keine Anlaufzeit, war 13-Mal am Ball und schoss dreimal aufs Tor. Einer dieser Abschlüsse landete in Minute 83 im Tor der Spanier zum 1:1-Endstand. 13 Minuten nach seiner Einwechslung.

Der Elan des Bremers hatte auch bei "Vorgänger" Müller Eindruck hinterlassen. "Wirklich geil reingekommen", sagte Müller im ZDF über den Auftritt des Mittelstürmers und schob nach: "Genau dafür ist er dabei. Genau das hat er die letzten Tage auch angekündigt." Füllkrug verfüge über ein "tolles Selbstvertrauen" und "wie man jetzt gesehen hat auch einen richtigen rechten Hammer". 

Müller kam angesichts des wuchtigen wie wichtigen Abschlusses gar nicht mehr aus dem Staunen und Loben heraus: "Ein unglaubliches Tor. Er ist auch ein unglaublich geiler Typ, muss man sagen."

Aufsager Bild

"Füllkrug muss von Anfang an spielen": Die Lehren aus dem Spanien-Spiel

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Und der "geile Typ"? Der analysierte den Auftritt im zweiten Gruppenspiel ganz nüchtern. Nach dem Sieg Costa Ricas (1:0 über Japan), durch den Deutschland nicht vorzeitig ausscheiden konnte, sei Füllkrug "ganz entspannt" gewesen und erklärte auch, warum: "Weil es hätte uns wenig gebracht, wenn wir unsere Hausaufgaben nicht gemacht hätten." Durch das Unentschieden "haben wir sie jetzt zum Teil gemacht, wir brauchen jetzt auch nicht duchdrehen, es ist immer noch ein 1:1 und kein Sieg".

Einen solchen Sieg braucht die deutsche Elf dann am Donnerstag (20 Uhr) gegen Costa Rica. Wenn es nach ZDF-Co-Kommentator Sandro Wagner geht erneut mit einem echten Neuner: "Demnächst werden wir so schnell kein Länderspiel mehr ohne Niclas Füllkrug sehen."

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sts