Bundesliga

Müller-Römer: Rücktritt als Chef des Mitgliederrates

Rechtsanwalt zog die Konsequenzen aus Veröffentlichung eines Mailverkehrs

Müller-Römer: Rücktritt als Chef des Mitgliederrates

Stefan Müller-Römer

Hat sein Amt zur Verfügung gestellt: Stefan Müller-Römer. imago images

Dies war die wichtigste Nachricht vom "Geißbockheim" am späten Mittwochabend, zunächst veröffentlicht vom Kölner "Express". Müller-Römer allerdings will dem Gremium weiter als einfaches Mitglied angehören.

Der Rechtsanwalt zog damit die Konsequenzen aus einem Mailverkehr mit einem Mitglied des Klubs. Dieser war vom "Kölner Stadtanzeiger" in Teilen veröffentlicht worden und enthielt - so der Vorstand des Klubs am Donnerstag in einer Pressemitteilung - "bestimmte Aussagen", die für die Führungsspitze "nicht akzeptabel" gewesen seien. In der gleichen Mitteilung kritisiert der Vorstand das Vorgehen der Zeitung. Danach hätten diese "vertraulichen Mails nicht veröffentlicht werden dürfen".

Dem Vernehmen nach entschied der Mitgliederrat in der Sitzung mehrheitlich gegen Müller-Römer als Vorsitzenden. Das Gremium ist vor allen Dingen deshalb wichtig, weil es laut Satzung das erste Vorschlagsrecht für das dreiköpfige Präsidium besitzt und seine zwei Vorsitzenden in den "Gemeinsamen Ausschuss" (das höchste Kontroll- und Entscheidungsorgan des 1. FC Köln, besonders in Fragen von wirtschaftlicher Relevanz) entsendet. Dort scheidet Müller-Römer nun aus, ein Nachfolger wird zeitnah gewählt.

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Frank Lußem

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