Bundesliga

Müller: "Kobel wollte, dann hat er mir in die Augen gesehen"

Für Goretzka ist es um "die Vormachtstellung in Deutschland" gegangen

Müller: "Kobel wollte rauskommen, aber dann hat er mir in die Augen gesehen"

Beste Laune, breites Grinsen: Thomas Müller.

Beste Laune, breites Grinsen: Thomas Müller. AFP via Getty Images

Zunächst einmal: Thomas Müller verlor bei aller guten Laune auch das wohl wichtigste Thema nach dem 3:2-Sieg in Dortmund nicht aus den Augen. Der Münchner Offensivmann dachte bei "Sky" an Nationalmannschaftskollege Julian Brandt, der sich nach einem Zusammenprall mit Dayot Upamecano eine Platzwunde am Kopf zugezogen hatte und abtransportiert worden war.

"Eine bittere Szene", so Müller über den Schützen des anfänglichen 1:0 des BVB - dem es inzwischen schon wieder deutlich besser zu gehen scheint. "Alles Gute für Jule, weil er hat wirklich ein gutes Spiel gemacht."

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Und auch die beiden Elfmeterszenen kehrte der 32-Jährige nicht unter den Tisch: "Solche Entscheidungen gehören im Fußball dazu - und das ist das Bittere, dass dieses intensive Spiel so entschieden wird. Daher kann ich den Frust und Ärger verstehen. In beiden Aktionen kann ich den Schiedsrichter (Felix Zwayer; Anm. d. Red.) aber auch verstehen."

"Boah, der ist pfeilschnell"

Lieber aber sprach Müller über das Spiel selbst ("Alles, was man die Woche über erwartet hat"), die Wichtigkeit des Dreiers gegen den direkten Verfolger - und darüber, dass er vor dem zwischenzeitlichen 1:1 einen Block gegen Mats Hummels geschafft und mit damit den Ausgleichstreffer von Robert Lewandowski eingeleitet hatte: "Normalerweise kommst du als Stürmer ganz selten mal an einen Ball ran zum Block. Hier ist es gelungen. Dann konnte ich mich in dem Duell ein bisschen behaupten - und dann kommt Lewy dazu, der einfach immer ein Tor machen will."

Dass in der besagten Szene in der 9. Spielminute Borussen-Keeper Gregor Kobel zunächst Anstalten gemacht hatte, klärend aus seinem Tor zu kommen, dann aber doch zurückgewichen war, blieb Müller nicht verborgen. "Er wollte erst rauskommen", wusste Müller und versuchte sich mit seinem bekannten Humor als Gedankenleser: "Aber dann hat er mir in die Augen gesehen und gesehen: 'Boah, der ist pfeilschnell. Da bleib ich lieber hinten drin.'"

Drei Spieltage vor dem Ende der Hinrunde hat Bayern nun vier Punkte Vorsprung auf Dortmund - für Müller aber stand am Samstag noch mehr auf dem Spiel. "Er hat vor dem Spiel in der Kabine der Mannschaft gesagt, dass es hier und heute um mehr als nur drei Punkte geht", verriet Leon Goretzka. "Und ja, heute ging es um mehr als drei Punkte. Gegen Dortmund sind das immer Prestigeduelle, da geht es ein Stück weit immer auch um die Vormachtstellung in Deutschland."

mag