Nationalelf

Müller: "Ich wünsche mir, dass Lewandowski bleibt"

Exklusiv-Interview über die Nations League und seinen Bayern-Kollegen

Müller: "Ich wünsche mir, dass Lewandowski bleibt"

Thomas Müller (re.) würde gerne weiter mit Robert Lewandowski in einem Team spielen.

Thomas Müller (re.) würde gerne weiter mit Robert Lewandowski in einem Team spielen. IMAGO/Moritz Müller

"Ich persönlich bin heiß auf die Spiele", sagt Müller und erklärt: "Es liegt sicher auch daran, dass die Saison für uns schon ein paar Wochen beendet ist und dass in diesem Jahr kein Nationalspieler aus dem aktuellen Kader am Champions-League-Finale beteiligt war. Und auch daran, dass die zurückliegenden beiden Turniere mit der Nationalmannschaft, gelinde gesagt, auch nicht befriedigend verlaufen sind."

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Exakt wegen dieser jüngst hinterlassenen Eindrücke bei Welt- und Europameisterschaften misst der Bayern-Star den nun anstehenden Aufgaben auch einen so hohen Wert bei. Vergangene Woche in Marbella hatte er gesagt, es gelte "Siegerselbstvertrauen" aufzubauen, im Gespräch konkretisiert er, dass die eigene Vita und das Wissen um die eigene Stärke allein nicht reicht: "Wir tragen es in uns. Aber es braucht immer wieder die Bestätigung. Es ist wichtig, als Gruppe ein Gefühl zu entwickeln, dass man gemeinsame Momente überstehen kann. Wir wissen um unsere Qualität, haben bei den jüngsten Turnieren aber auch Niederlagen erlitten. Wir waren verwundbar."

Nations League, 1. Spieltag

Die Kräftemessen mit den Top-Nationen sollen zu (selbst)vertrauensbildenden Maßnahmen werden. "Das 1:1 gegen die Niederlande im März war ein erster Gradmesser. Wir haben dort bestanden, aber wir wollen gegen namhafte Gegner auch Siege einfahren. Dazu bietet uns der Juni die Gelegenheit."

Müller, Wild, Wolff

Thomas Müller (li.) im Gespräch mit Karlheinz Wild (Mitte) und Sebastian Wolff (re.) vom kicker. kicker

Müller spricht im großen kicker-Interview am Donnerstag außerdem über seine mögliche Zukunft im DFB-Trikot bis zur Heim-EM 2024 und über seinen wechselwilligen Münchner Teamkollegen Robert Lewandowski. "Ich würde mir wünschen, dass mein langjähriger Offensivpartner bleibt." Davon, dass dies trotz der jüngsten Eskalation noch Sinn macht, ist Müller überzeugt: "Es ist Spielpause und in diesen Zeiten haben wir doch schon sehr viel erlebt, ich erinnere nur an den Wechselwunsch von Franck Ribery zu Real Madrid. Fest steht: Jeder Spieler, der am 1. September noch in München unter Vertrag ist, wird auch gut spielen wollen. Denn schlecht zu spielen macht keinem Spieler Spaß.

Karlheinz Wild, Sebastian Wolff