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Mourinho: Noch keine Zusage an Real

Inter-Trainer auf dem Weg nach Madrid

Mourinho: Noch keine Zusage an Real

José Mourinho

Seine Zukunft bleibt offen: José Mourinho verwirrte die Fußballwelt am Samstagabend. picture-alliance

Auf die Frage, ob das am Samstagabend in Madrid mit 2:0 (1:0) gewonnene Finale gegen den FC Bayern sein letztes Spiel als Trainer der Italiener gewesen sei, nickte der Portugiese in einem Sat.1-Interview vielsagend. Und auf die Nachfrage, ob sein künftiger Verein denn Real Madrid heiße, nickte der portugiesische Erfolgscoach des Triple-Gewinners Inter erneut.

In der Pressekonferenz deutete er dann den Wechsel aber nur an, ohne ein definitives Statement abzugeben. "Ich habe verschiedene Möglichkeiten. Inter ist eine Option, Real ist eine Option. Ich brauche jetzt etwas Zeit, um zu sehen, was man von mir will." Innerhalb der nächsten zwei Tage kündigte er ein Gespräch mit Reals Präsident Florentino Perez an, dann werde er sich entscheiden. "Ich kenne das Projekt Real noch nicht. Ich weiß nicht, was sie genau wollen", sagte Mourinho. "Wenn ich Trainer von Madrid werden sollte, dann aus dem Grund, dass das ein Riesenklub ist. Sie wollen das Gleiche wie ich: Gewinnen." Mourinho hat in Mailand noch einen gültigen Vertrag bis 2012. Zudem hat Real die erwartete Trennung von seinem Coach Manuel Pellegrini noch nicht offiziell ausgesprochen.

Mourinho hatte zuletzt immer wieder selbst seinen Namen bei Real ins Gespräch gebracht. Auch nach dem Champions-League-Finale sagte er: "Wenn ich in der nächsten Saison im San-Siro-Stadion antreten sollte, wäre das wie ein Heimkommen. Was zwischen mir und Inter besteht, besteht fürs Leben." Real Madrid ist Mourinhos Traumverein. Dies gab der 47-Jährige im Vorfeld des Endspiels an seiner neuen Wirkungsstätte bekannt.

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Real lechzt nach Titeln. Zuletzt wurden die "Königlichen" 2008 spanischer Meister, zum 31. Mal. Danach räumte der Erzrivale FC Barcelona zweimal ab. Unter Mourinho soll der Machtwechsel in der Primera División herbeigeführt werden. Dem Chilenen Manuel Pellegrini war dies in der abgelaufenen Runde trotz namhafter Verstärkungen (Cristiano Ronaldo, Kaka, Benzema) nicht gelungen.