Champions League

"Mourinho weiß alles über Dortmund"

Mesut Özil im kicker-Interview zuversichtlich

"Mourinho weiß alles über Dortmund"

Doppelpacker: Mesut Özil traf in den vergangenen beiden Spielen je zweimal.

Doppelpacker: Mesut Özil traf in den vergangenen beiden Spielen je zweimal. getty images

Ganz klar: Für Mesut Özil ist die Partie am Mittwoch in Dortmund etwas ganz Besonderes. Im Vorfeld betonte er, in der BVB-Mannschaft viele Freunde zu haben, zudem ist der Edeltechniker ganz nah dran an der Heimat. "Das Stadion liegt nur eine halbe Stunde von meinem Elternhaus entfernt, meine Familie und viele Freunde werden da sein", so der 24-jährige, gebürtige Gelsenkirchener. "Das ist schon cool für so ein wichtiges Spiel." Gar nicht cool, sondern wortwörtlich "ziemlich blöd" fände es Özil, das Finale ein drittes Mal zu verpassen. "Dieser Knoten muss jetzt unbedingt platzen. Deshalb wird jeder von uns sogar 200 Prozent geben."

Nicht nur der Einsatz, sondern auch die Taktik muss stimmen. In der Gruppenphase ging diese nicht wirklich auf gegen die spielstarke Borussia. Der 1:2-Pleite in Westfalen folgte ein 2:2 im Bernabeu, und würde es wieder so laufen, wären die Königlichen raus aus dem Rennen um den Henkelpott. José Mourinho dürfte aus den beiden Spielen seine Lehren gezogen haben, das glaubt auch Özil. "Mourinho weiß selbst alles über die Dortmunder Spieler, der Trainer wird uns sehr gut vorbereiten. Aber: Wir schauen vor allem auf uns, wollen selbst das Spiel machen und uns nicht nach Dortmund richten." Aus seiner "Spionage-Aktivität" in Fürth brachte "The Special One" offenbar keine Erkenntnisse mit. Laut Özil habe Mourinho "gar nichts" darüber erzählt.

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Von sich reden machte hingegen Özil in den vergangenen zwei Ligapartien. Bisher glänzte der Edeltechniker regelmäßig als Vorlagengeber, nun tritt er plötzlich als Vollstrecker in Erscheinung. In der 77. Minute eingewechselt, gelang ihm noch ein Doppelpack gegen UD Levante, gleich bei seinem nächsten Einsatz gegen Betis (3:1) - in Bilbao (3:0) erhielt der damals angeschlagene Özil eine Verschnaufpause - war er wieder doppelt erfolgreich.

Zuvor hatte er im ganzen Saisonverlauf nur viermal getroffen, auch seine Quote aus den Spielzeiten zuvor (2010/11 6 Tore, 2011/12 4 Tore) liest sich nicht gerade berauschend. Woher kommen die vielen Schüsse ins Schwarze? "Wir haben den Torabschluss oft trainiert, das macht einen selbstbewusster vor dem Tor", sagt Özil. "Aber ich gebe weiterhin lieber Vorlagen, spiele gerne die entscheidenden Pässe." Egal ob als Torschütze oder Vorlagengeber: Özil könnte für den BVB in derzeitiger Form zu einem Ärgernis werden. Trotz aller Freundschaften.

Was Özil sonst noch über Gegner Dortmund, über Iker Casillas oder Cristiano Ronaldo erzählt, lesen Sie im großen Interview in der

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