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Mourinho tritt gegen Ronaldo nach - Özil schwärmt

Spanien: Trainer kritisiert taktisches Verhalten

Mourinho tritt gegen Ronaldo nach - Özil schwärmt

Cristiano Ronaldo und Real-Trainer José Mourinho.

Cristiano Ronaldo und Real-Trainer José Mourinho. imago

"Ronaldo glaubt wahrscheinlich, dass er schon alles weiß und dass der Trainer ihm nicht dabei helfen kann, noch besser zu werden", sagte Mourinho in der Talkshow Punto Pelota des spanischen TV-Senders Intereconomía.

Er habe bei Real mit seinem Landsmann "nur ein einziges Problem" gehabt, sagte Mourinho. "Ich habe Kritik geübt an seiner taktischen Einstellung, weil ich glaubte, dass Ronaldo sich auf diesem Gebiet verbessern konnte", ergänzte der Coach. "Aber die Kritik hat er nicht gut aufgenommen."

Das Interview war am Wochenende aufgezeichnet worden, als Mourinho noch bei Real Madrid unter Vertrag gestanden hatte. Es wurde in der Nacht zum Mittwoch ausgestrahlt. Der 50-Jährige hatte in der Zwischenzeit einen Vertrag beim FC Chelsea unterzeichnet. Sein Nachfolger bei Real steht noch nicht fest.

Er bedauere es nicht, für Real gearbeitet zu haben, betonte der Portugiese. Er sei stolz auf die drei Jahre in Madrid. "Ohne eine Zeit bei diesem Monstrum wäre meine Karriere unvollständig gewesen", sagte "The Special One".

Özil: Ronaldo muss Weltfußballer werden

Der deutsche Nationalspieler Mesut Özil dagegen hält die größten Stücke von Cristiano Ronaldo. Der Mittelfeldspieler von Real Madrid sieht seinen Mannschaftskollegen als neuen Weltfußballer. "Er ist enorm wichtig für die Mannschaft, trifft außerdem in beinahe jedem Spiel. Egal in welchem Wettbewerb", sagte der 24-Jährige der Zeitung Die Welt. Es könne nur eine Entscheidung geben.

Für seine Dortmunder und Münchner Mitspieler aus der DFB-Auswahl täte es ihm zwar leid, aber es gebe ja auch noch den Titel "Europas Fußballer des Jahres". Özil sehe bei Ronaldo "jeden Tag im Training, was er tut, wie er arbeitet. Cristiano ist der Beste." Der Portugiese war 2008 bereits Weltfußballer, unterlag bei den letzten vier Wahlen allerdings immer Lionel Messi.