3. Liga

Mölders' denkwürdiges Interview nach 1860-Bayern II: "Große Fresse"

1860 München heiß aufs Endspiel in Ingolstadt

Mölders' denkwürdiges Interview: "Quittung kriegen sie am letzten Spieltag!"

Nimmt kein Blatt vor den Mund: Sascha Mölders.

Nimmt kein Blatt vor den Mund: Sascha Mölders. imago images

Sascha Mölders war stinksauer. Schon während des Spiels seiner Löwen gegen den FC Bayern II (2:2) war der Stürmer mit Gegenspieler Maximilian Welzmüller aneinander geraten, der verbale Schlagabtausch flammte danach nochmals auf - und Mölders polterte am Mikrofon von "MagentaSport" direkt weiter: "Im Spiel ist er einfach vor eine Wand gelaufen, schmeißt sich auf den Boden - das habe ich in meinem Leben noch nicht gesehen. Mein Sohn ist elf Jahre alt, wenn ich den schubse, dann bleibt er stehen. Aber der läuft gegen mich und fängt an zu heulen wie ein kleiner Schulbub. Und jetzt die große Fresse wie der Pressesprecher. Aber die Quittung kriegen sie am letzten Spieltag!"

Viel entspannter gab sich sein Trainer Michael Köllner. "Es war klar, dass das kein Freundschaftsspiel wird. Es ging für beide Mannschaften um viel", sagte der Oberpfälzer - nicht aber ohne ebenfalls ein paar Spitzen in Richtung des Gegners auszuteilen: "Umso überraschender, dass der FC Bayern hier so destruktiv und defensiv gespielt hat. Ich weiß nicht, ob das aufgeht, dass sie am Ende mit einem Punkt hier die Liga halten können. Für sie ging es ja eigentlich auch darum, dass sie drei Punkte brauchen."

Showdown in Ingolstadt

Während die Bayern-Amateure am letzten Spieltag auf Patzer der Konkurrenz angewiesen sind, haben die Löwen in Ingolstadt ein Endspiel um Platz drei und damit die Relegation zur 2. Liga. Nur ein Sieg reicht den Löwen am Samstag. Aber anders als die Bayern haben sie ihr Ziel noch in der eigenen Hand. "Deshalb bin ich entspannt", erklärte Köllner und erinnerte: "Wir haben Ingolstadt in dieser Saison schon zweimal besiegt, also ist es nicht so, dass da eine unlösbare Aufgabe auf uns zukommt."

Mölders stimmte sein Team mit einer wütenden Kampfansage auf ein furioses Saisonfinale ein. "Wir haben elfmal nicht verloren, wir wollen dort gewinnen, wir werden dort gewinnen. Dann spielen wir die Relegation und nächste Saison in Liga zwei!"

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cfl