EM

Modric entfacht Euphorie: Kroatien bemüht den Geist von Russland

Vize-Weltmeister hat "seine beste Elf" gefunden

Modric entfacht Euphorie: Kroatien bemüht den Geist von Russland

Kroatiens Leader: Luka Modric.

Kroatiens Leader: Luka Modric. imago images

"Wenn wir so spielen, dann sind wir für jeden eine Gefahr", sagte Luka Modric nach dem 3:1 über Schottland und der geglückten Qualifikation fürs Achtelfinale. Der 35-Jährige hatte dabei großen Anteil am Erfolg - mit einem wunderbaren Außenristtreffer aus 16 Metern zum zwischenzeitlichen 2:1 und der Vorlage zum 3:1-Endstand von Ivan Perisic.

"Wir haben das erste Ziel erreicht und jetzt die Gelegenheit, einen weiteren Schritt zu gehen", sagte Coach Zlatko Dalic: "Wir haben noch immer Ambitionen und wollen so viel erreichen wie möglich." Der 54-Jährige sprach auch darüber, dass er bei der EM gerne nach Russland fahren würde - dafür müssten die Kroaten jedoch das Halbfinale erreichen, das würde in St. Petersburg stattfinden.

"Wir gehen Schritt für Schritt", flüchtete sich Dalic dann aber wieder in handelsübliche Fußballfloskeln, um dann zu verraten, dass er sich im Achtelfinale Spanien nicht unbedingt als Gegner wünscht. "Sie sind zwar nicht in Topform, aber es ist Spanien", sagte der Fußballlehrer und ließ sich dann auch entlocken, dass er an Schweden keine guten Erinnerungen hat. "In der Nations League haben sie es uns in Zagreb (2:1) sehr schwer gemacht." Blieben noch die Slowakei und Polen in der Verlosung - am Mittwochabend, nachdem die Gruppe E gespielt hat, werden die Feurigen wissen, auf wen sie am Montag in Kopenhagen (18 Uhr) treffen werden.

Vorfreude auf Fans - Personalfragen geklärt?

Dalic freut sich übrigens darauf, dass dann in Dänemark wieder viele kroatische Fans vor Ort sein werden, anders als in Schottland, wo die strengen Corona-Beschränkungen eine Anreise deutlich erschwert hatten. Die dürften sich dann auf nahezu dieselbe Elf wie aus dem Schottland-Spiel freuen, da Dalic zugab, dass er nun "die beste Elf gefunden" habe. Das würde bedeuten, dass mit Ante Rebic (AC Mailand) und Sime Vrsaljko (Atletico Madrid) zwei prominente Namen auf der Bank Platz nehmen werden müssen.

"Vrsaljko ist unser Stammspieler rechts hinten, aber er ist müde", gab Dalic zu verstehen - und dann haben Josip Juranovic und Nikola Vlasic auf der rechten Seite prima funktioniert. Vlasic war ein steter Unruheherd auf rechts und zeichnete auch für das zwischenzeitliche 1:0 verantwortlich. Daneben erwies sich auch der bullige Bruno Petkovic im Sturmzentrum als belebendes Element, weniger durch Torgefahr, denn als "Prellbock". Mit seiner Physis schaffte er Freiräume für andere Spieler, wie etwa Kapitän Luka Modric.

Ganz sicher fehlen wird aber Innenverteidiger Dejan Lovren wegen einer Gelb-Sperre.

drm

Bilder zur Partie Kroatien - Schottland