Europa League

Mkhitaryan dreht das Spiel: BVB von 0:3 auf 4:3!

Play-offs zur Europa League: Salzburg vor dem Aus

Mkhitaryan dreht das Spiel: BVB von 0:3 auf 4:3!

Davongezogen: Dortmunds Mkhitaryan dreht das Spiel bei Odds BK.

Davongezogen: Dortmunds Mkhitaryan dreht das Spiel bei Odds BK. imago

Ein Gegentor nach 13 Sekunden, ein Konter des vermeintlichen Underdogs und ein haltbarer Freistoß - nach 22 Minuten rieben sich die Zuschauer in der Skagerrak-Arena in Skien verwundert die Augen: Odds führte auf dem für Dortmund ungewohnten Kunstrasen mit 3:0 gegen den haushohen Favoriten, den Trainer Thomas Tuchel nach dem 4:0 gegen Mönchengladbach auf fünf Positionen verändert hatte. Der BVB agierte insgesamt nicht mit der nötigen Entschlossenheit, zeigte sich in der Abwehr zu nachlässig und hatte zudem noch Aluminium-Pech durch Kagawa (2., Latte) und Mkhitaryan (30., Pfosten). Ein Fehler von Torwart Rossbach brachte den Bundesligisten noch vor der Pause ins Spiel zurück, Aubameyang staubte eiskalt ab. Die Frage: Kann die Tuchel-Elf den misslungen Auftritt in der zweiten Hälfte korrigieren? Ja, sie kann, lautete die Antwort nach 90 Minuten. Kagawa sorgte diesmal für einen Blitzstart des BVB, Aubameyang, der zuvor noch am Innenpfosten gescheitert war (67.) und den Ball aus kurzer Distanz am leeren Tor vorbeibugsierte hatte (70.), markierte das 3:3. Sechs Minuten vor dem Ende drehte Mkhitaryan gegen die immer mehr nachlassenden Norweger endgültig das Spiel, nachdem Gündogan vorher den Querbalken getroffen hatte. Mit dem 4:3 hat Dortmund beste Chancen, die letzte Hürde auf dem Weg in die Gruppenphase zu nehmen.

Salzburg: Der nächste Rückschlag

Bei der Qualifikation zur Gruppenphase der Champions League hatte RB Salzburg ein 2:0 in Malmö noch verspielt (0:3), bei der "Zurückversetzung" in die Qualifikation für die Vorrunde der Europa League haben sich die Österreicher erneut nicht mit Ruhm bekleckert. Im Play-off-Hinspiel in Brest gegen Dinamo Minsk verlor RB mit 0:2. Bitter, dass sich die Salzburger durch Nenad Adamovic in der Nachspielzeit den zweiten Treffer einfingen und so ihre Ausgangsposition für das Rückspiel drastisch verschlechtert haben. Das 1:0 für die Weißrussen hatte Gleb Rassadkin nach einer knappen Stunde erzielt, als er eine Hereingabe von links im Tor versenkte.

Prag: Dockal hat den langen Atem

Als Mann mit langem Atem erwies sich in Prag Borek Dockal, der sowohl in der Nachspielzeit der ersten als auch der zweiten Halbzeit gnadenlos zuschlug und so Sparta im Duell gegen den FC Thun aus der Schweiz beim 3:1 eine solide Ausgangsposition verschaffte.

Mak brilliert in Saloniki - Milik sticht in Amsterdam

77 Spiele in der Bundesliga hat Robert Mak für den 1. FC Nürnberg absolviert, als Toptorjäger trat der Slowake (sechs Treffer) dabei aber nicht gerade in Erscheinung. Gegen Bröndby IF langte Mak aber richtig zu: Beim 5:0 von PAOK Saloniki erzielte der 24-Jährige drei Tore, die Griechen stehen mit einem Bein in der Gruppenphase.

Der Ex-Leverkusener und -Augsburger Arkadiusz Milik sorgte in Amsterdam in der 54. Minute für das Tor des Tages von Ajax gegen den tschechischen Vertreter FK Jablonec.

Bilbao verspielt 2:0 - Altach muss sich strecken

Athletic Bilbao, Finalist 2012 (0:3 gegen Atletico Madrid) und jüngst Supercup-Sieger in Spanien (4:0, 1:1 gegen Barcelona) verspielte bei MSK Zilina in der Slowakei eine 2:0-Führung. Paur und William (2) drehten die Partie, die Basken unterlagen 2:3.

Gegen Vitoria Guimaraes (2:1, 4:1) hat es für Altach noch gereicht, gegen den nächsten portugiesischen Klub sieht es für den SCR nicht so gut aus. Die Österreicher zogen im Hinspiel gegen Belenenses Lissabon mit 0:1 den Kürzeren.

nik

Spieltagsbilder Play-off 2015/16