Int. Fußball

Mit 22: Rashford erhält Ehrendoktorwürde der University of Manchester

Für sein Engagement gegen Kinderarmut

Mit 22: Rashford erhält Ehrendoktorwürde der University of Manchester

Marcus Rashford

"Die Anerkennung durch die Stadt bedeutet, dass wir auf dem richtigen Weg sind": Marcus Rashford. imago images

Rashford wird die Ehrendoktorwürde der University of Manchester verliehen - als jüngste Person überhaupt. Der 22-Jährige werde für seine bemerkenswerte Kampagne gegen Kinderarmut und herausragende Leistungen auf dem Spielfeld ausgezeichnet, teilte die Universität am Mittwoch mit: "Seine Arbeit für wohltätige Zwecke und seine vielbeachtete Kampagne werden nicht nur unzähligen jungen Menschen in unserer Stadt, sondern auch im ganzen Land helfen."

Auf den Spuren von Sir Alex und Sir Bobby

"Das ist ein stolzer Tag für mich und meine Familie", sagte Angreifer von Manchester United. Er empfinde Demut, wenn er an all die großen Namen denke, die diese hohe Auszeichnung in der Vergangenheit erhielten. Dazu zählen die United-Legenden Sir Alex Ferguson und Sir Bobby Charlton. "Wir haben im Kampf gegen die Kinderarmut in diesem Land noch einen langen Weg vor uns, aber die Anerkennung durch die Stadt bedeutet, dass wir auf dem richtigen Weg sind, und das bedeutet viel", sagte der englische Nationalspieler.

Rashford hatte unter anderem mit einem offenen Brief an britische Abgeordnete dafür gesorgt, dass 1,3 Millionen Kinder aus bedürftigen Familien während der Schulferien weiterhin Essensgutscheine bekommen. Die Familien hatten während der Ausgangsbeschränkungen durch die Coronavirus-Pandemie Gutscheine und Hilfspakete bekommen. Die Maßnahme sollte mit Beginn der Schulferien eigentlich eingestellt werden.

Nach Rashfords Appell lenkte die britische Regierung ein. Der Angreifer selbst hatte zur Bereitstellung von drei Millionen Mahlzeiten insgesamt 20 Millionen Pfund (rund 22,3 Millionen Euro) gesammelt.

Er kümmert sich um so viel mehr als um sich selbst.

United-Trainer Ole Gunnar Solskjaer

Sein Trainer Ole Gunnar Solskjaer lobte Rashford in höchsten Tönen: "Wir sind so stolz auf Marcus", sagte der Norweger: "Ich habe es schon ein paar Mal gesagt, aber er ist eine großartige Person und ein großartiger Mensch. Er kümmert sich um so viel mehr als um sich selbst."

Auch Jürgen Klopp hatte sich seinerzeit bewundernd geäußert: "Marcus Rashford, ich muss sagen, was du getan hast, könnte ich gar nicht mehr respektieren", sagte der Trainer des FC Liverpool: "Es ist ein wenig schade, dass es überhaupt nötig war, aber es ist unglaublich, dass du es getan hast."

ski/sid/dpa