2. Bundesliga

Mit Ruhe gegen die Erwartungen: Bodzek will "mehr Druck"

Fortuna Düsseldorf steht schon unter Zugzwang

Mit Ruhe gegen die Erwartungen: Bodzek will "mehr Druck"

Düsseldorfs Kapitän Adam Bodzek ist sich der Erwartungshaltung der Fans bewusst.

Düsseldorfs Kapitän Adam Bodzek ist sich der Erwartungshaltung der Fans bewusst. imago images

Trotz der Auftaktniederlage von Zweitligist Fortuna Düsseldorf gegen den Hamburger SV (1:2) am vergangenen Wochenende hat Adam Bodzek Vorfreude auf die nächste Partie. Bis zu 10.080 Zuschauer will der Absteiger beim anstehenden Heimspiel gegen die Würzburger Kickers am Samstag (13 Uhr, LIVE! bei kicker) wieder ins Stadion nahe des Rheins lassen. "Darauf haben wir vom ersten Tag an hingefiebert, an dem es keine Zuschauer mehr gab", sagt Kapitän Bodzek.

Fortuna bereits unter Zugzwang

Doch der 35-Jährige weiß auch, dass eine Niederlage gegen den Zweitliga-Aufsteiger die Stimmung der Fans vermiesen könnte. "Wir sind ruhig und fokussiert", beschreibt Bodzek die Herangehensweise des Teams. Die Erwartungshaltung an die Mannschaft ist ihm trotzdem bewusst: Gegen den Aufstiegs-Aspiranten HSV zu verlieren kann passieren. Würzburg, das vor wenigen Monaten noch zwei Ligen tiefer kickte, sollte einigermaßen bezwingbar sein.

"Das Spiel mit dem Ball muss auf jeden Fall besser werden", fordert Routinier Bodzek, beim Zweitliga-Auftakt haperte es daran nämlich noch gewaltig. Fortuna sei in der Lage, "deutlich mehr Druck auszuüben" und wolle bei Ballbesitz "deutlich besser aussehen".

Kreative Gestalter sind knapp in Düsseldorf

Dass er selbst zuletzt 62 Minuten lang auf der Bank saß, schmerzt den uneitlen Bodzek dabei nicht. Früher seien die Kapitäne vielleicht die Akteure mit den meisten Spielen gewesen. "Heute ist das anders", sagt er. Das liegt auch daran, dass im Kader von Trainer Uwe Rösler ein leichtes Überangebot an eher defensiv denkenden Mittelfeldspielern herrscht. Kreative Gestalter sind dagegen knapp, zumal mit Edgar Prib aktuell einer verletzt fehlt. Dass Fortunas Sportvorstand Uwe Klein diese Baustelle noch zu schließen gedenkt, weiß auch Bodzek: "Das Transferfenster ist noch offen", lautet sein nüchterner Satz, der wohl heißen soll: Wir sind uns bewusst, dass ein Neuzugang guttun würde.

Bis Samstag wird das eher knapp, aber immerhin naht die Rückkehr von Stürmer Dawid Kownacki. Der Pole spielte am Mittwoch in der Regionalliga-Mannschaft von Beginn an mit, zuletzt setzte ihn eine Infektion mit Covid-19 außer Gefecht. "Das ist eine gute Möglichkeit, um Spielpraxis zu bekommen", lobt Bodzek. Er weiß, dass einer wie Kownacki helfen könnte. Gegen Würzburg muss Fortuna wohl noch ohne ihn auskommen.

Jim Decker

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