Bundesliga

Mit Nsona und ohne Serdar: Schwarz legt los

Trainingsauftakt bei Hertha mit 28 Spielern

Mit Nsona und ohne Serdar: Schwarz legt los

Erste Einheit auf dem Platz: Herthas neuer Trainer Sandro Schwarz

Erste Einheit auf dem Platz: Herthas neuer Trainer Sandro Schwarz IMAGO/Matthias Koch

Als erst der Staff und dann die Profis um Viertel nach Drei am Mittwochnachmittag den Rasen des Schenckendorffplatzes betraten, gab es viel Beifall von den 300 anwesenden Fans. Die Laune der Anhänger war schon kurz vor Trainingsbeginn in die Höhe geschnellt: Da gab Hertha die Vertragsverlängerung mit Kevin-Prince Boateng bis 2023 bekannt. Der im Vorsommer nach 14 Jahren in der Fremde heimgekehrte Sohn des Klubs und der Stadt soll auch für Felix Magaths Nachfolger Sandro Schwarz in der Kabine und auf dem Platz ein wichtiger Ansprechpartner sein.

Jovetic könnte früher zurückkommen

Beim 85-minütigen Start auf dem Rasen - nach zweitägiger Medizin- und Leistungsdiagnostik - fehlten die neun Auswahlspieler. Dedryck Boyata (Belgien), Peter Pekarik (Slowakei), Fredrik Björkan (Norwegen), Krzysztof Piatek (Polen), Omar Alderete (Paraguay), Jurgen Ekkelenkamp, Daishawn Redan (beide U 21 Niederlande) und Marton Dardai (U 21 Deutschland) sollen am 4. Juli einsteigen. Womöglich wird der eine oder andere von ihnen bereits vorher den Weg zu einem neuen Klub antreten. Stevan Jovetic, der bei der montenegrinischen Nationalmannschaft weilte, aber in den Nations-League-Partien nicht zum Einsatz kam, soll früher zurückkehren.

Ngankam trainiert individuell

Ebenfalls nicht dabei waren am Mittwoch Wechselkandidat Santiago Ascacibar, der noch bis Samstag Heimaturlaub in Argentinien hat, sowie Suat Serdar und Dong-Jun Lee. Beide waren zuletzt angeschlagen und fuhren im Kraftraum Rad. Jessic Ngankam, der aus Verletzungsgründen zuletzt die U-21-Länderspiele des DFB abgesagt hatte, trainierte mit Athletiktrainer Markus Hödl individuell.

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Drei Neuzugänge und ein gefühlter Neuer

Unter den 28 Spielern, für die unter den Augen von Sport-Geschäftsführer Fredi Bobic nach dem Aufwärmprogramm Passübungen und Spielformen auf kleine und große Tore auf dem Plan standen, waren die drei Neuzugänge Filip Uremovic, Jonjoe Kenny und Tjark Ernst - und mit Winter-Einkauf Kelian Nsona, der die Rückrunde infolge eines Kreuzbandrisses in der Reha verbracht hatte, gefühlt ein weiterer Neuzugang.

Vorspielen dürfen aktuell auch die Eigengewächse Marten Winkler (19), Luca Wollschläger (19), Mesut Kesik (19), Julian Eitschberger (18), Lukas Ullrich (18) sowie Neu-Profi Derry Scherhant (19). Sie sollen nicht nur ins sechstägige Trainingslager nach Kienbaum mitreisen, das Hertha am kommenden Montag bezieht, sondern auch ins zweite Camp nach England (12. bis 23. Juli, Burton-upon-Trent) .

Zunächst stehen am Donnerstag und Samstag jeweils Doppelschichten an (10 und 16 Uhr), am Freitag und Sonntag (11 Uhr) wird jeweils einmal trainiert. Nachdem das Trainingsspiel am Mittwoch 0:0 endete, ist angesichts der engen Trainingstaktung klar: Tore sind nur eine Frage der Zeit.

Steffen Rohr

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