2. Bundesliga

Mit emotionalem Statement: Kittel verabschiedet sich vom HSV

Der 30-Jährige bekommt keinen neuen Vertrag in Hamburg

Mit emotionalem Statement: Kittel verabschiedet sich vom HSV

Wäre gerne beim Hamburger SV geblieben: Sonny Kittel.

Wäre gerne beim Hamburger SV geblieben: Sonny Kittel. IMAGO/Philipp Szyza

Spätestens nach der Einigung mit Immanuel Pherai - der kicker berichtete - hatte es sich angedeutet. Nun ist der Abgang von Sonny Kittel beim Hamburger SV beschlossene Sache. Der 30-Jährige bekommt keinen neuen Vertrag an der Elbe und wird den Verein nach vier Jahren verlassen. 

Kittel, der bei Eintracht Frankfurt ausgebildet wurde und 2019 aus Ingolstadt zum HSV kam, war von Beginn an gesetzt. In jeder der vier Zweitliga-Saisons absolvierte der offensive Mittelfeldspieler, der auch auf den Außen spielen kann, mindestens 31 von 34 Partien. Immer scorte er zweistellig.

Kittel "war sicherlich ein besonderer Spieler"

Insgesamt brachte es der gebürtige Gießener in Hamburg auf 36 Tore und 40 Vorlagen in 140 Partien - ein Tor oder eine Vorlage in jedem zweiten Spiel. "Er ist und war sicherlich ein besonderer Spieler, der häufig den Unterschied gemacht hat - das sieht man alleine schon an seiner Quote", betonte auch HSV-Vorstand Jonas Boldt in einer Pressemitteilung. Dementsprechend dankbar sei man beim Zweitligisten für die vergangenen vier Jahre.

Der 60-malige Bundesliga- und 201-malige Zweitliga-Profi richtete sich derweil in einem emotionalen Statement via Instagram an die Fans des HSV. "Aufgrund dessen, dass ich in der Vergangenheit kaum bis gar nicht öffentlich gesprochen habe, sehe ich das hier als gute Möglichkeit, mich und meine Entscheidung zu erklären", leitete der Zehner ein.

"Leider gab es bis heute kein Angebot"

Demnach habe Kittel bereits "vor knapp zwei Jahren" signalisiert, dass er sich einen langfristigen Verbleib in Hamburg vorstellen könne. "Mir wurde immer wieder angedeutet, dass man sich zeitnah zusammensetzen möchte, nur leider gab es bis heute kein Angebot."

Besonders durch seine ausgeprägte Verletzungshistorie - Kittel riss sich zu Frankfurter Zeiten unter anderem zweimal das Kreuzband und fiel mit Knorpelschäden oder einer Innenbandverletzung viele Monate aus - habe er Zukunftsängste und Sorgen entwickelt. "Deswegen war immer mein Ziel, frühzeitig für mich und meine Familie Gewissheit zu haben, wie es weitergeht. Genau aus den genannten Gründen musste ich mich auch in den letzten Transferphasen mehr mit den vorhandenen Anfragen beschäftigen." 

Zuletzt stand der Spielmacher im Winter kurz vor dem Abgang, absolvierte in Saudi-Arabien nach kicker-Informationen sogar schon einen Medizincheck, blieb aber schließlich doch beim HSV. "Letztendlich sind die Wechsel aus verschiedensten Gründen nicht zustande gekommen", erklärte Kittel, der dennoch "immer mit viel Herz und Leidenschaft" am "gemeinsamen Ziel" gearbeitet habe.

Abschließend richtete der scheidende Offensivspieler, der es "geliebt" habe für den HSV zu spielen, dankende Worte an Fans, Verein, Mannschaft, Mitarbeiter und Staff. "Ich habe viele tolle Menschen kennenlernen dürfen und danke euch allen für die wertvollen letzten vier Jahre." Wo die Reise für den 30-Jährigen weitergeht, ist noch offen.

dza

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