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Fraue-WM 2027: Trio um DFB reicht Bewerbungsunterlagen ein

Trio plant "größtes Fußballfest der Geschichte des Frauenfußballs"

Mit Belgien und den Niederlanden: DFB reicht Bewerbungsunterlagen für Frauen-WM 2027 ein

Unter dem Motto "Breaking New Ground" (Deutsch: Neue Wege gehen) wollen Deutschland, Belgien und die Niederlande die Frauen-WM 2027 ausrichten

Unter dem Motto "Breaking New Ground" (Deutsch: Neue Wege gehen) wollen Deutschland, Belgien und die Niederlande die Frauen-WM 2027 ausrichten IMAGO/ANP

Fristgerecht hat der Deutsche Fußball-Bund gemeinsam mit dem belgischen und niederländischen Verband die Bewerbungsunterlagen für eine gemeinsame Frauen-Weltmeisterschaft 2027 übergeben - das verkündete der DFB am Freitagmorgen. Neben den drei Nachbarländern haben sich auch die USA und Mexiko gemeinsam sowie der brasilianische Verband, der allerdings zurzeit in einer Krise steckt, nachdem der Verbandschef per Gericht des Amtes enthoben worden war, beworben.

In einem sogenannten "Bidbook" mit 300 Seiten und 17 Kapiteln präsentierten DFB, RBFA (Belgien) und KNVB (Niederlande) dem Weltverband ihr Vorhaben. Dabei soll "vor allem die positive Wirkung auf die künftige Entwicklung des Frauenfußballs weltweit aufzeigt" werden.

"Fan-orientiert, kommerziell attraktiv und nachhaltig"

Unter dem Motto "BNG2027", das geformt aus den Anfangsbuchstaben der drei beteiligten Länder (Belgium, Netherlands, Germany) gebildet wurde und für "Breaking New Ground" (Deutsch: Neue Wege gehen) steht, wollen die drei Verbände "ein Fan-orientiertes, kommerziell attraktives und nachhaltiges Turnier veranstalten, das den teilnehmenden Mannschaften und Fans in jeder Hinsicht die bestmögliche Qualität bietet."

In einem gemeinsamen Statement verkünden DFB-Präsident Bernd Neuendorf, RBFA-Präsidentin Pascale Van Damme und KNVB-Präsident Just Spee: "Mit Breaking New Ground wollen wir die Extrameile gehen, um ein WM-Turnier auf höchstem Niveau auszurichten, den Fußball auf die nächste Stufe zu heben und sein großes Potenzial auszuschöpfen."

Die möglichen Austragungsorte liegen dabei nah beieinander, "da die nachhaltigste Weltmeisterschaft aller Zeiten ausgerichtet werden soll". In Deutschland kommen entsprechend die vier westlich gelegenen Spielorte Dortmund, Düsseldorf, Gelsenkirchen und Köln in Frage. Gemeinsam mit Anderlecht (Brüssel), Charleroi, Genk und Gent in Belgien sowie den niederländischen Stadien in Amsterdam, Eindhoven, Heerenveen, Enschede und Rotterdam stehen insgesamt 13 Spielorte bereit. Die maximale Entfernung zwischen zwei Stadien beträgt dabei 300 Kilometer. Die Auslosung würde in Brüssel erfolgen.

Das Ziel ist groß: Gemeinsam wolle man "im Sommer 2027 die Welt zum größten Fußballfest in der Geschichte des Frauenfußballs begrüßen", erklären Heike Ullrich (DFB-Generalsekretärin), Manu Leroy (CEO a.i. RBFA) und Gijs de Jong (KNVB-Generalsekretär). Ob die drei Verbände die Chance erhalten, soll sich am 17. Mai 2024 auf dem FIFA-Kongress in Bangkok entscheiden.

dza

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