Bundesliga

Thomas Meuniers Gala ist Dortmunds Hoffnung

Starker Auftritt des Belgiers

Meuniers Gala ist Dortmunds Hoffnung

Überzeugte gegen Russland mit einem Tor und einer Vorlage: Dortmunds Thomas Meunier.

Überzeugte gegen Russland mit einem Tor und einer Vorlage: Dortmunds Thomas Meunier. Getty Images

Tatsächlich war der Auftritt des 29-Jährigen im roten Trikot deutlich besser als die meisten im schwarz-gelben in der abgelaufenen Saison. Das 2:0 gegen die Russen erzielte der frühere Stürmer per Abstauber aus Nahdistanz, das dritte Tor bereitete Meunier mit einem starken Vertikalpass auf Romelu Lukaku vor. Zwei Scorerpunkte in 63 Minuten nach seiner frühen Einwechslung für den verletzten Timothy Castagne - in der ganzen Spielzeit 2020/21 waren es für Dortmund wettbewerbsübergreifend in 32 Spielen nur drei.

Nur noch dreimal von Beginn an

Ärgern sollte diese Leistungssteigerung die Fans und Verantwortlichen nicht, im Gegenteil. Der starke Auftritt des Rechtsverteidigers ist ein gutes Indiz dafür, dass Meunier in seiner Bundesliga-Premierensaison deutlich unter Wert gespielt hat. Immer wieder hatte sich der Abwehrspieler Unkonzentriertheiten und Fehler vor Gegentoren geleistet und blieb auch offensiv unter den Erwartungen. In der Rückrunde stand er wettbewerbsübergreifend nur noch in drei Spielen von Beginn an auf dem Platz.

Die Hoffnung in Dortmund ist, dass Meunier in seiner zweiten Spielzeit zu dem Niveau findet, das er bei Paris St. Germain und beim FC Brügge bereits nachwies. Der bis jetzt äußerst erfolgreiche Ausflug zur Nationalmannschaft könnte dabei ein Wendepunkt sein. "Das war nicht der Thomas Meunier, den ich kenne - und das haben die Leute ebenfalls gesehen", erklärte er unlängst in einem Interview mit "SPOX". Der Belgier ist äußerst selbstkritisch und nachdenklich, in Momenten vielleicht zu sehr.

Neues Selbstbewusstsein könnte auch dem BVB helfen

Das offensichtlich wiedergewonnene Selbstbewusstsein, das Meunier gegen Russland ausgestrahlt hat, könnte also auch zu einer Leistungssteigerung im zweiten Dortmunder Jahr führen - angesichts des Abgangs von BVB-Legende Lukasz Piszczek und des langfristigen Ausfalls von Mateu Morey wäre es ein gutes Timing. Und auch Neu-Trainer Marco Rose wird aufmerksam zugesehen haben, die starke Offensivleistung gegen Russland zeigte der Belgier als Rechtsverteidiger in einer Fünferkette.

Patrick Kleinmann

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