Formel 1

Formel 1: Mercedes hat ein blütenweiße Weste in Sotschi

GP von Russland: Schlaglichter zum Sotschi-Autodrom

Mercedes hat ein blütenweiße Weste im Olympia-Park

Mercedes-Pilot Valtteri Bottas siegte 2020 zum zweiten Mal in Sotschi.

Mercedes-Pilot Valtteri Bottas siegte 2020 zum zweiten Mal in Sotschi. imago images/Nordphoto

Die Strecke: Seit der Premiere 2014 bietet der Olympia-Park der Winterspiele eine besondere Kulisse für das Russland-Gastspiel. 53 Mal geht es am Sonntag vorbei an Bolschoi-Eispalast, der Eiswürfel-Arena und dem Fischt-Stadion. Auch ein Vergnügungspark mit Achterbahn und mittelalterlichem Schloss wird umfahren. Die Runde ist 5,848 Kilometer lang - und wird wohl nur noch zweimal befahren. Ab 2023 zieht das Rennen nach St. Petersburg um.

Die Lage: Die Berge des Kaukasus im Hintergrund, das Schwarze Meer nur ein paar Meter entfernt - aus der Vogel-Perspektive geizt die Hochgeschwindigkeits-Rennstrecke nicht mit landschaftlichen Reizen. Der Kurs liegt im Ort Adler, nahe an der georgischen Grenze. Bis ins Zentrum des Kurorts Sotschi sind es rund 35 Kilometer.

Die Statistik: Sieben Mal machte die Formel 1 bislang in Sotschi Station, ebenso oft gewann ein Mercedes-Fahrer. Allein vier Siege gelangen Rekordweltmeister Lewis Hamilton. 2016 schnappte sich Nico Rosberg Platz eins, im Jahr darauf feierte Valtteri Bottas den ersten Sieg in der Königsklasse. Auch im Vorjahr siegte der Finne, der die Silberpfeile am Saisonende in Richtung Alfa Romeo verlassen wird.

Das unvergessene Rennen: Im Ziel war Lewis Hamilton sein Sieg 2018 eher "peinlich". Teamkollege Bottas war auf die Pole Position gerast und führte zunächst das Rennen an. Dann aber erhielt der Finne vom Mercedes-Kommandostand die Anweisung, Hamilton passieren zu lassen. Widerwillig fügte sich Bottas, der danach auch noch den Bremsklotz für Verfolger Sebastian Vettel im Ferrari spielen musste. Hamiltons Weg zum Sieg und zum nächsten WM-Titel war frei.

So lief es im Vorjahr: Beim zweiten Bottas-Sieg in Russland schob sich Max Verstappen im Red Bull 2020 noch vor den drittplatzierten Briten Hamilton. Nun reist Verstappen als WM-Führender nach Russland und steht nach dem Zusammenprall mit Hamilton im vergangenen Rennen in Monza ganz besonders im Fokus.

dpa