Champions League

Mentalitätsmonster gegen Messi und Co.

Gladbachs Abschied aus der Champions League in Barcelona

Mentalitätsmonster gegen Messi und Co.

Freut sich auf den Auftritt im Camp Nou: Gladbachs Christoph Kramer.

Freut sich auf den Auftritt im Camp Nou: Gladbachs Christoph Kramer. picture alliance

Es ist eine ungewöhnliche Gemengelage. Zum einen ist das Treffen mit den Katalanen natürlich einer der Höhepunkte der Saison. Zum anderen, das gibt Sportdirektor Max Eberl zu, ist das Alltagsgeschäft Bundesliga allemal wichtiger, und hier speziell das nächste Heimspiel am Sonntag gegen Mainz 05. Dennoch: "Von solchen Spielen träumst du als kleiner Junge", sagte Offensivmann Thorgan Hazard am Montag vor dem Abflug am Düsseldorfer Flughafen.

Mission: Selbstvertrauen tanken

Die Borussen können die Partie im Camp Nou relativ entspannt angehen. Gruppenplatz drei ist ihnen nicht mehr zu nehmen, sie verabschieden sich in die Europa League. Barcelona hat sich als Gruppensieger wie erwartet bereits den Platz im Achtelfinale gesichert. Es geht vielmehr für die Fohlenelf darum, sich ein wenig Schwung für die Bundesliga zu holen, erst recht nach der mäßigen Vorstellung beim 1:4 in Dortmund.

Spielersteckbrief Hahn
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Stindl

Stindl Lars

Champions League - Vorrunde, 6. Spieltag
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Champions League - Tabelle - Gruppe C
Pl. Verein Punkte
1
FC Barcelona FC Barcelona
15
2
Manchester City Manchester City
9
3
Bor. Mönchengladbach Bor. Mönchengladbach
5

Das Highlight zum Schluss

Es ist eine Abschiedstour, diese Reise zu einem der schillerndsten Klubs der Welt. Bleibt die Frage, für wie lange sich Borussia Mönchengladbach nach dem zweiten Jahr in der Champions League von der Königsklasse verabschiedet. Und selbst von der Europa League redet derzeit niemand. Konkret geht es vor allem darum, die wochenlange Talfahrt zu bremsen.

Denn in der Bundesliga ist die Lage zwar noch nicht brenzlig, aber immerhin doch sehr angespannt. "Der Abstand nach unten wird geringer", sagt Lars Stindl, der nach einer Gelb-Roten Karte aus dem Spiel gegen Manchester (1:1) gesperrt ist, die Reise nach Barcelona aber dennoch mitmachte.

Stindl gesperrt

Aktuell muss Trainer Andre Schubert also auf den Ausfall seines in der Offensive im Normalfall gesetzten Kapitän reagieren. Die naheliegende Lösung wäre, dass André Hahn wieder mal in der Startelf zum Zuge kommt. Das "Mentalitätsmonster", wie ihn Schubert mal bezeichnete, hat noch nicht zur überragenden Form der Rückrunde gefunden, als Hahn sich in einer Top-Verfassung präsentiert hatte.

"Ein Spiel in Barcelona, das ist das größte Erlebnis. Davon träumst du als Kind", gesteht Hahn. "Mit einer guten Leistung wollen wir Selbstvertrauen tanken und mitnehmen für die letzten Spiele des Jahres." Und er selbst will die Chance nutzen, sich mal wieder nachhaltig in Erinnerung zu bringen.

Oliver Bitter