Bundesliga

Meier rät Soldo: Salto rückwärts!

Köln: Gegentorflut in 2010

Meier rät Soldo: Salto rückwärts!

Am Ende gegen den VfB nur Ergebniskosmetik: Schorch köpft zum Kölner Ehrentreffer.

Am Ende gegen den VfB nur Ergebniskosmetik: Schorch köpft zum Kölner Ehrentreffer. imago

Um diese zu vermeiden, rät Michael Meier dem Trainer zum Salto rückwärts. "Wir haben unsere Punkte mit einer defensiven Variante geholt", erklärt der Manager, "in der Hinrunde waren wir in den ersten Spielen wie jetzt auch offensiver ausgerichtet." Eine Marschroute, die den unausgewogenen Kader defensiv überforderte. Die diesmal indisponierte Viererkette, aber mindestens genauso die Akteure davor, die den Gegner marschieren ließen. "Wenn der VfB bei jedem Angriff gefährlich wird, ist das einfach zu wenig", analysierte Lukas Podolski. Eine Kritik, die die komplette Mannschaft betrifft, die selten als solche agierte.

Also zieht Soldo Konsequenzen: "Immer wenn wir offensiv mitspielen wollen, kriegen wir Probleme." Die Folge: Maniche, der verletzt fehlte, wird zu Petit und Pezzoni ins Mittelfeld-Zentrum zurückkehren, Novakovic als einzige echte Spitze agieren, auf den Halbpositionen unterstützt von Podolski und einem weiteren Akteur, der nicht Adil Chihi heißt. Die beste FC-Offensivkraft der Rückrunde fällt mit einem Syndesmoseriss aus. Soldo: "Die Ärzte sagen zehn bis zwölf Wochen."

Podolski, der nach der siebten Heimniederlage am liebsten "nur noch nach Hause und die Tür abschließen" wollte, muss also nach nur einem Spiel aus dem Zentrum weichen. Die Diskussionen um den seit 1301 Minuten torlosen Nationalspieler, zentral gegen den VfB noch Kölns Bester, drohen so zum Endlos-Thema zu werden. Soldo sieht sich dazu gezwungen: "Ich muss an die ganze Mannschaft denken."

Pokalsperre für Petit

Auch der 42-Jährige steckt aufgrund der Art und Weise, wie sich der FC zuletzt präsentierte, in einer gefährlichen Situation. Auch weil sich vom Klub mit Geldstrafen sanktionierte Undiszipliniertheiten eingeschlichen haben (Podolski und Petit beim Pokal-Aus in Augsburg; Maniche auf Schalke). Und weil seine Elf nun Basiselemente des Defensivspiels völlig vermissen ließ. Soldo: "Wir müssen als Mannschaft besser umschalten. Wir wollten mitkicken, aber ich weiß nicht, ob wir eine Gelbe Karte gekriegt haben. Ohne Aggressivität kann man nicht spielen. Das war unser größtes Problem." So drohen Soldo und dem FC in Leverkusen und gegen München weitere Debakel.

Petit wurde übrigens am Montag für seine verbalen Ausfälle gegen Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer im Pokalspiel beim FC Augsburg vom DFB-Sportgericht zu einer Sperre von zwei Pokalspielen und einer Geldstrafe von 8000 Euro verurteilt. Da er wegen der Ampelkarte automatisch ein Pokalspiel aussetzen muss, ist er somit insgesamt für die nächsten drei Begegnungen im DFB-Pokal gesperrt.