Europa Conference League

Union Berlin: Verletzte nach Polizeieinsatz in Rotterdam

Nach Angriff von Hooligans bereits der zweite Vorfall - Aufarbeitung mit der UEFA

Mehrere verletzte Union-Fans nach Polizeieinsatz in Rotterdam

Zwischen Fans von Union Berlin und der Polizei gab es Zwischenfälle rund um die Partie in Rotterdam.

Zwischen Fans von Union Berlin und der Polizei gab es Zwischenfälle rund um die Partie in Rotterdam. picture alliance / ANP

Dies teilte der Berliner Klub noch während der Partie mit. "Wir haben Kontakt mit unserem Sicherheitsbeauftragten. Es gab einen äußerst harten Polizeieinsatz mit mehreren Verletzten", sagte Pressesprecher Christian Arbeit. Zur Halbzeit der Partie standen noch immer hunderte Gästefans vor den Toren, die Fan-Solidargemeinschaft "Eiserne Hilfe" sprach von zahlreichen Ingewahrsamnahmen.

"Mehrere Personen wurden von Hunden gebissen"

"Es gab beim Fan-Marsch gezielte Angriffe auf Köpfe der Beteiligten, am Einlass den Einsatz von Schlagstöcken und Hunden, mehrere Personen wurden gebissen, haben Platzwunden oder sind im Krankenhaus", sagte der "Eiserne Hilfe"-Vorsitzende Andreas Lattemann. Er sprach von einem Einsatz "willkürlicher Art".

Wir werden heute Abend noch gemeinsam mit Feyenoord und der UEFA die Situation auswerten und diese Vorkommnisse sehr klar ansprechen.

Christian Arbeit, Union-Pressesprecher

In der Pressekonferenz nach dem Spiel, das Union mit 1:3 verlor, sagte Arbeit: "Eine solche Situation ist nicht akzeptabel. Wir werden heute Abend noch gemeinsam mit Feyenoord und der UEFA die Situation auswerten und diese Vorkommnisse sehr klar ansprechen."

Die Rotterdamer Polizei berichtete am späten Donnerstagabend von 75 Festnahmen. Demnach sei im Vorfeld des Spiels eine Gruppe von 59 Union-Anhängern gesichtet und wegen des "Verdachts der Vorbereitung offener Gewalt" vorläufig in Gewahrsam genommen worden. Weitere 16 Personen Personen wurden unter anderem wegen des Verdachts auf Vandalismus und des Besitzes von Feuerwerkskörpern festgenommen.

Am Mittwoch war bereits eine 25 Personen zählende Union-Delegation mit dem Klub-Präsidenten Dirk Zingler in einer Bar von Hooligans tätlich angegriffen worden.

MK/sid