2. Bundesliga

Mefferts doppelte Feier

Hamburgs Sechser beschenkt sich und will nun eine Serie brechen

Mefferts doppelte Feier

Die Augen aufs Ziel gerichtet: Jonas Meffert am Ball. 

Die Augen aufs Ziel gerichtet: Jonas Meffert am Ball.  IMAGO/Lobeca

Dem wichtigen Heimdreier nach zuvor zwei Niederlagen in drei Partien im Volkspark war ein harter Kampf vorausgegangen und Meffert sagt selbstkritisch: "Wir haben noch zu oft Phasen in unseren Spielen, in denen es nicht richtig läuft, das müssen wir abstellen."

Im Duell mit einem seiner Ex-Klubs dauerte diese Phase beinahe die komplette erste Hälfte an. Dann, erklärt Meffert, habe der Trainer Dinge angepasst. "Wir haben zwei Sachen verändert, die entscheidend waren: Moritz Heyer sollte rechts höher stehen und Mario Vuskovic innen durchschieben. Außerdem sollten wir mit dem Ball mutiger durchs Zentrum."

Herausgekommen ist ein Sieg, der den HSV vorerst auf Platz 2 katapultiert hat. Und das, obwohl der Aufstiegsfavorit erst neun Treffer erzielt hat. "Aber", betont Meffert, "wir verteidigen gemeinsam und leidenschaftlich." Der Ertrag: Nur drei Gegentreffer. Hinzu kommt aus Sicht des gebürtigen Kölners: "Man kann förmlich spüren, dass wir ein absolutes Team sind."

Dieses Team will am kommenden Freitag einen Fluch durchbrechen, beim nächsten Treffen mit Mefferts Ex - in Kiel. Noch nie seit dem Abstieg in die 2. Liga 2018 hat der HSV ein Punktspiel gegen Holstein gewonnen. Ausgerechnet an der Förde setzte es im April auch die letzte Auswärtsniederlage. Acht Pflichtspiele in Folge hat der HSV seitdem in der Fremde gewonnen. Eine Serie wird reißen.

Geht es nach Meffert, dann die der sieglosen Partien gegen die Störche. Beim jüngsten 0:1, im Nachhinein der große Wendepunkt in der Vorsaison, sagt er, "war die erste Hälfte einer unserer besten überhaupt. Wir hatten unglaubliche Dominanz, viele Chancen. Aber Kiel stand auch wahnsinnig tief, ganz ungewohnt für deren Verhältnisse. Eigentlich wollen die ja auch aktiv Fußball spielen." Genau das erwartet Meffert bei der Neuauflage. Und möglichst den nächsten Grund zum Feiern.

Sebastian Wolff

Das sind die Zweitliga-Neuzugänge für die Saison 2022/23