Bundesliga

Max Mustermann oder Max Kruse? "Wir haben keine Angst vor Namen"

Geschäftsführer Profifußball Ruhnert zufrieden mit Transfers

Max Mustermann oder Max Kruse? "Wir haben keine Angst vor Namen"

Zufrieden mit einer zu langen Transferperiode: Unions Geschäftsführer Profifußball Oliver Ruhnert.

Zufrieden mit einer zu langen Transferperiode: Unions Geschäftsführer Profifußball Oliver Ruhnert. imago images

Oliver Ruhnert ist einverstanden mit dem, was Union auf die Beine gestellt hat. Das sagte der Geschäftsführer Profifußball im Rahmen einer Medienrunde am Mittwoch. Ruhnert, dem an der aktuellen Transferperiode vor allem die Länge nicht behagt hat ("Das brauche ich wirklich nicht jedes Jahr"), hätte es zwar optimal gefunden, wenn auch das Torwart-Talent Lennart Moser (20) erneut hätte verliehen werden können, um weiter Spielpraxis zu sammeln. Aber auch wenn Moser bleibt und Union nun vier Torhüter auf der Gehaltsliste hat, sei im Bestreben, den bestmöglichen Kader aufzubieten, das erzielte Resultat "unter den gegebenen Umständen das, was der Verein in der jetzigen Situation maximal darstellen konnte", so Ruhnert. Mit dem vorhandenen Personal sind die Verantwortlichen in Berlin-Köpenick "guten Mutes, dass es uns gelingt, eine vernünftige Mannschaft in die Saison zu lassen", betont der 48-Jährige.

Erhöhter Glamour-Faktor an der Alten Försterei

In Karius und Max Kruse hat Union zudem zwei Akteure verpflichtet, die neben ihrer sportlichen Qualität auch den Promi- und Glamourfaktor bei Union erhöhen. Ruhnert misst dem allerdings keine besondere Bedeutung bei. "Er soll vernünftig Fußball spielen und uns vernünftig helfen", lautet die Primärforderung des Geschäftsführers Profifußball an einen neuen Spieler, "der Trainer tickt da glaube ich sehr ähnlich. Ob der Spieler Max Mustermann oder Max Kruse heißt, spielt dann weniger eine Rolle dahingehend ihn zu verpflichten. Wir haben keine Angst vor Namen und wir haben auch kein Problem mit Namen. Der Punkt ist: Du musst in den Gesprächen merken, dass sie zu Union wollen und du musst das Gefühl haben, dass sie wissen, worauf sie sich einlassen. Das ist das Entscheidende."

Du musst in den Gesprächen merken, dass sie zu Union wollen und du musst das Gefühl haben, dass sie wissen, worauf sie sich einlassen.

Oliver Ruhnert

Auf einen Vergleich, ob der Kader der gerade begonnenen Spielzeit im Vergleich zu dem der vergangenen Saison besser sei, lässt sich der Ruhnert nicht ein, aber der Geschäftsführer Profifußball der Eisernen sagt: "Ich glaube, dass wir unsere Hausaufgaben ganz gut gemacht haben."

Ujah ab November im Mannschaftstraining

Und darüber hinaus soll auch Anthony Ujah in absehbarer Zeit wieder zum Team zurückkehren. Der nigerianische Angreifer, der sich im Juli einer Knie-Arthroskopie unterzogen hatte, soll laut Plan voraussichtlich im November wieder ins Mannschaftstraining integriert werden.

Andreas Hunzinger

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