Bundesliga

VfB: Matarazzos Startelf-Gedanken - und "Vorbild" Trapattoni

VfB-Trainer sucht die richtige Mischung in Mainz

Matarazzos Startelf-Gedanken - und "Vorbild" Trapattoni

Macht es Pellegrino Matarazzo wie Giovanni Trapattoni vor 15 Jahren gegen Mainz?

Macht es Pellegrino Matarazzo wie Giovanni Trapattoni vor 15 Jahren gegen Mainz? imago images (2)

Lang, lang ist es her, dass die Stuttgarter am Bruchweg einen Dreier einfahren konnten. Genau 15 Jahre liegt der bislang letzte Erfolg in Mainz zurück. Ein Fakt, "mit dem ich mich nicht beschäftige", sagt Pellegrino Matarazzo, der für sich in Anspruch nimmt, "dass ich in diesen 15 Jahren nicht dabei war".

Der VfB-Coach hat lieber die Partie am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) im Blick, für die er "einen sehr athletischen, schnellen Gegner" erwartet - auch wenn es bei dem gerade brodelt. "Das hat auf unser Spiel keine Auswirkungen", so Matarazzo. Mainz spiele "sehr geradlinig, sucht den direkten Weg zum Tor und ist sehr aggressiv im Gegenpressing. Uns erwartet ein harter Kampf, wir müssen geschlossen auftreten, um eine gute Leistung zu bringen."

Mavropanos und Förster fehlen noch - Endo im Abwehrzentrum?

Matarazzo kann auf den gewohnten Kader zugreifen. Konstantinos Mavropanos (Adduktorenprobleme) und Philipp Förster (Ödem im Knöchel) sind zwar weiter auf dem Weg der Besserung, "aber noch nicht so weit, um dabei sein zu können". Doch nach der Auftaktniederlage gegen Freiburg (2:3) denkt der US-Italiener über Veränderungen in der Startformation nach.

Es sei durchaus möglich, dass Wataru Endo, wie schon in der Schlussphase gegen den SC, für Marcin Kaminski ins Abwehrzentrum rückt. "Es ist ein Gedanke, ihn hinten reinzustellen und dafür einen anderen Spieler im Mittelfeld zu bringen", sagt Matarazzo, der damit wohl Philipp Klement meinen dürfte, der einst in Mainz seine Profikarriere begann.

Als der VfB letztmals gegen Mainz gewann, spielte Hitzlsperger noch mit

Neben diesen beiden Veränderungen könnte auch Sasa Kalajdzic wieder in die Startformation rücken. Der Angreifer, der mit dem ebenfalls gegen Freiburg eingewechselten Klement für die Aufholjagd beim 2:3 verantwortlich zeichnete, "ist ein Kandidat", sagt Matarazzo. Tiefer will sich der Trainer nicht in die Karten blicken lassen. "Wer gut trainiert und gut spielt hat gute Karten." Das Problem sei allerdings, "dass wir 15, 16 Spieler haben, auf die das zutrifft. Das ist immer eine schwierige Entscheidung." Die nicht allein nach Betrachtung der zwei genannten Kriterien gefällt werden kann. "Es geht auch um die richtige Mischung."

Der bislang letzte Cheftrainer, der diese gegen Mainz offensichtlich finden konnte, war Giovanni Trapattoni. Der italienische Mister gewann am 17. September 2005 mit dem VfB 2:1 gegen Mainz - allerdings in Stuttgart. Mit dabei auf dem Rasen: Thomas Hitzlsperger, der heutige Vorstandsboss, sowie Matthieu Delpierre, der beim VfB vor kurzem als Athletiktrainer im Nachwuchsbereich eingestiegen ist.

George Moissidis

Jüngste Bundesliga-Debütanten pro Klub: Wechsel in Leipzig