Bundesliga

VfB-Coach Matarazzo: "Wir müssen Modeste ausschalten"

Stuttgart: Das Warten auf Silas hat (noch) kein Ende

Matarazzo: "Wir müssen Modeste ausschalten"

Stuttgarts Chefcoach Pellegrino Matarazzo sieht "eine Riesenchance".

Stuttgarts Chefcoach Pellegrino Matarazzo sieht "eine Riesenchance". IMAGO/Revierfoto

Drei Wochen ist es her, da haben die Stuttgarter bei Hertha BSC Schiffbruch erlitten. Nach einer Leistung, die geprägt war von mentalen Lähmungserscheinungen angesichts des Drucks. Nach dem 0:2 schien es, als könnten sich die Stuttgarter glücklich schätzen, wenn sie es noch in die Relegation schafften. Stattdessen haben sie am jetzt anstehenden 34. Spieltag die Extrarunden um den Ligaverbleib so gut wie sicher und sogar die Möglichkeit, die vor ihnen platzierten Berliner abzufangen. "Druck spürt man über Wochen", erzählt Matarazzo. "Das ist jetzt nicht anders." Mit dem Unterschied, dass man in den Post-Hertha-Partien gegen Wolfsburg (1:1) und vor allem in München (2:2) diesem die Stirn geboten hat. "Wir haben gezeigt, dass wir damit umgehen können."

Matarazzo: "Es ist eine Riesenchance"

Ermöglicht durch den mutigen Auftritt gegen den Rekordmeister und der sich nunmehr aufgehellten Tabellensituation. "Auch wenn alles möglich ist in diesem Spiel, auch Platz 17, gehen wir in die Partie mit dem Gefühl, alles gewinnen zu können", sagt Stuttgarts Cheftrainer. "Es ist eine Riesenchance, wir wollen unsere Aufgabe erledigen, wollen über Leistung zu drei Punkten kommen und hoffen, dass Hertha nicht punktet." Die Berliner müssen zeitgleich bei Vizemeister Borussia Dortmund antreten und brauchen einen Zähler, um sich allen Eventualitäten zum Trotz sichern zu können. Was zumindest in Stuttgart und Umgebung als durchaus schwieriges Unterfangen angesehen wird. Dennoch sei man sich immer bewusst, dass alles möglich ist. "Auch wenn wir ein gutes Spiel machen und Hertha punktet, ist es immer noch ein wichtiges Spiel für uns, weil es unsere Form bestätigen kann, die wir in die Relegation mitnehmen würden."

"Ich habe einen Plan im Kopf"

Matarazzo hat so seine Idee, wie man den Kölnern beikommen kann. Ob mit Tempo und Omar Marmoush in der Startelf oder mit Stabilität und Orel Mangalas Einsatz: "Beide Strukturen sind möglich. Ich habe einen Plan im Kopf, werde ihn aber jetzt nicht verraten", sagt der Cheftrainer, der nur einen Teil seiner Gedankenspiele preisgibt. Ein offenes Geheimnis. "Modeste hat 19 Treffer erzielt. Ihn auszuschalten, wird wichtig sein." Der Torjäger des FC verfüge über "ein überragendes Timing bei Flanken, spürt, wohin der Ball kommt. Das ist eine unfassbare Qualität. Diese Flanken gilt es zu blocken".

Ito soll rechtzeitig einsatzbereit sein

Personell kann der US-Italiener weitgehend aus dem Vollen schöpfen. Aus den Kadern der jüngsten Bundesligapartien fällt lediglich Philipp Förster aus, den Magen-Darm-Probleme plagen. Hiroki Ito, der sich in dieser Woche mit Wadenproblemen herumschlägt, soll heute ins Training einsteigen und rechtzeitig einsatzbereit sein. Von den Rekonvaleszenten steht dagegen niemand zur Verfügung. Mo Sankoh, der nach seinem schweren Knieschaden zum Saisonstart Anschluss gefunden hat, Nikolas Nartey, der sich zum Jahresbeginn einer Knie-Operation unterzog, und Silas nach seiner Schulter-Operation machen laut Matarazzo "Fortschritte, sind aber noch nicht bereit für einen Kaderplatz".

Bei Silas bleibt Matarazzo vorsichtig

Ob sich das im Falle eines Erreichens der Relegationsspiele ändert, ist offen. Eine Rückkehr von Silas wird sehnsüchtig erwartet. Auch vom Trainer, der dennoch vorsichtig bleibt. "Er scheint immer fitter zu werden. Aber es fehlt noch etwas in Sachen Koordination und Luft. Wir werden sehen, wie er sich die nächsten Tage entwickelt. Er ist auf dem Weg, aber noch nicht in der Form, uns helfen zu können."

George Moissidis

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