Bundesliga

Matarazzo will VfB-Auswärtsschwäche stoppen - mit Sosa?

Ahamadas "Freude" hält an - Coulibaly nach Paris

Matarazzo will VfB-Auswärtsschwäche in Bremen stoppen - mit Sosa?

In Bremen wieder im Kader - und auch in der Startelf? Borna Sosa.

In Bremen wieder im Kader - und auch in der Startelf? Borna Sosa. IMAGO/Sportfoto Rudel

Mit nur einem Erfolg aus 17 Auswärtspartien - lediglich Auf- und Absteiger SpVgg Greuther Fürth unterbot diese Bilanz des Grauens mit überhaupt keinem Dreier - schleppten sich die Stuttgarter in der vergangenen Saison gerade so ins Ziel Ligaverbleib. Der 2:0-Sieg am 15. Spieltag beim VfL Wolfsburg sollte der einzige und seither letzte auf fremdem Rasen sein. Nach diesem 11. Dezember 2021 folgten fünf Niederlagen und fünf Remis, derer jeweils acht die Schwaben insgesamt zusammentrugen. Matarazzo, der stets die Lerneffekte aus der Zittersaison hervorhebt, glaubt fest an Besserung. Der gelungene Auftakt in der Vorwoche mit dem 1:1 gegen RB Leipzig mache Mut.

In Bremen, wo seine Mannschaft am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) "mit voller Wucht, hundert Prozent Fokus und Zielstrebigkeit ins Spiel gehen" werde, gelte es nachzulegen. Werder habe "nach anfänglichen Schwierigkeiten souverän den Aufstieg geschafft", so der VfB-Cheftrainer am Freitag weiter. "Sie haben einen guten Kader und absolut Bundesligaformat, verfügen über große Laufstärke und über einen guten Mix aus Mittelfeld- und Angriffspressing. Es wird sicher ein Spiel mit viel Energie auf dem Platz."

Grundsätzlich gehe man mit der bekannten, wenn auch zuletzt nicht gewinnbringenden Einstellung in die Partie. "Wir unterscheiden nicht zwischen Auswärts- und Heimspiel", erklärt Matarazzo, der zuversichtlich ist, "dass wir dieses Jahr auch auswärts mehr Punkte holen werden".

Beginnt Sosa, verdrängt Silas Tiago Tomas - Ahamada im Hoch

Zu seinem Optimismus trägt auch die Rückkehr von Borna Sosa bei. Der Flankenspezialist hat seine langwierigen Adduktorenprobleme endgültig hinter ich gelassen und kehrt in den Kader zurück. Ob auch direkt wieder in die Startformation, wird sich zeigen. Sollte Matarazzo den kroatischen Nationalspieler bei Anpfiff auf dem Feld sehen wollen, dürfte Silas, der Sosa bisher links vertreten hat, in den Sturm rücken - für Tiago Tomas und neben Sasa Kalajdzic. Das wäre die Idealvorstellung des Trainers, der bei einem anderen seiner Profis noch unentschieden ist, was er mit ihm macht.

Atakan Karazor, der am vergangenen Sonntag in der Schlussphase gegen Leipzig ein paar Schnupperminuten bekam, ist zwar angesichts seiner kommunikativen und integrativen Qualitäten immer ein wichtiger Faktor in den Augen seines Chefs. Doch wohin mit dem defensiven Mittelfeldmann? Wataru Endo ist gesetzt und sein aktueller Partner im Zentrum, Naouirou Ahamada, im Aufwind. Der Franzose erzielte gegen Leipzig das 1:1 und bewarb sich für mehr. "Die Freude über sein Tor war bei ihm in der Trainingswoche zu spüren", erzählt Matarazzo, der den 20-Jährigen als "sehr lebendig, aktiv und selbstbewusst" erlebt. Für Karazor heißt das wohl, dass er warten muss.

Kastanaras beim VfB II? - Coulibaly setzt Reha in Paris fort

Wie auch andere Profis. Thomas Kastanaras hat seine Knöchelverletzung auskuriert und könnte am Wochenende beim VfB II Spielminuten bekommen. Der ebenfalls am Sprunggelenk verletzte Nikolas Nartey soll nächste Woche Teile des Mannschaftstrainings absolvieren. Wahid Faghir sei nach seiner Schambeinreizung "wieder beschwerdefrei und arbeitet individuell", so Matarazzo, der noch länger auf Tanguy Coulibaly verzichten muss. Der Flügelmann hat in Abstimmung mit Coach und Reha-Abteilung grünes Licht bekommen, sein weiteres Aufbautraining in Paris zu absolvieren.

George Moissidis

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