Bundesliga

Matarazzo über Mislintat: "Ich verstehe seine Motive"

Stuttgart: Anton und Karazor gegen Hertha auf der Kippe

Matarazzo über Mislintat: "Ich verstehe seine Motive"

Verbindet ein enges Verhältnis: Trainer Pellegrino Matarazzo und Sportdirektor Sven Mislintat.

Verbindet ein enges Verhältnis: Trainer Pellegrino Matarazzo und Sportdirektor Sven Mislintat. imago images/Sportfoto Rudel

Die Kritik von Sven Mislintat an der Vorgehensweise des Stuttgarter Aufsichtsrats bei der Suche nach einem neuen Sportvorstand ist nach einem Gespräch der Klubverantwortlichen mit dem Sportdirektor ein wenig in den Hintergrund geraten. Doch hinter verschlossenen Türen wird weiterhin intensiv diskutiert.

Zwar betrifft ihn die Situation im Moment nicht direkt. Und doch, das erklärt Matarazzo offen, "tangiert mich die Frage natürlich. Der Sportvorstand ist eine Position, die auch direkte Auswirkungen auf den Sport hat". Das Thema beschäftige ihn nicht, auch wolle er sich nicht einmischen, aber er bekomme "natürlich alles mit, ich bin informiert und im Austausch, unter anderem auch mit Sven. Ich verstehe seine Motive, seine Gedanken, wir reflektieren gemeinsam manche Situationen und ich sage ihm natürlich auch meine Meinung". Wie auch dem Sportdirektor, der vehement bestreitet, dass ihm der Posten des Sportvorstands jemals angeboten wurde, gehe es Matarazzo nur darum, "dass unser eingeschlagener Weg fortgeführt werden kann und wir die Unterstützung haben, darin aufgehen zu können". Von wem die Position letztlich besetzt würde, sei dem Chefcoach, den ein enges Verhältnis zu Mislintat verbindet, "nicht wichtig, sondern wie sie besetzt wird".

Externe Lösung wird unwahrscheinlicher

Nach dem turbulenten Hin und Her der vergangenen Tage, erscheint die externe Lösung, eine Verpflichtung von Joti Chatzialexiou (Sportlicher Leiter beim DFB), immer unwahrscheinlicher. Dafür gerät VfB-Direktor Markus Rüdt (Organisation), enger Mitarbeiter Mislintats, in den Fokus. Auch eine Beförderung von Stuttgarts Kaderplaner, der dieses Szenario bisher zur Seite geschoben hat, ist nicht ausgeschlossen.

Kempf kehrt zurück - Anton und Karazor fraglich

Diskussionen, die Matarazzo mit Blick auf die Bundesliga verdrängt. Marc Oliver Kempf steht nach seiner Oberschenkelverletzung wieder bereit, hat die komplette Woche voll trainiert. Heute sollen Daniel Didavi (nach einer starken Erkältung) und Naouirou Ahamada (nach Achillessehnenproblemen) zurückkehren. Dagegen könnten Atakan Karazor und Waldemar Anton im schlimmsten Fall am Sonntag ausfallen. "Ata hat durch einen Schlag auf den Mittelfuß eine offene Wunde und dadurch eine Schwellung davongetragen. Waldemar hat Probleme am Ansatz der hinteren Oberschenkelmuskulatur, sehr nahe an den Nerven", erzählt Matarazzo, der außerdem auf Fabian Bredlow verzichten muss. "Er hat muskuläre Probleme im vorderen oberen Oberschenkel und wird ein paar Tage pausieren."

George Moissidis

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