Bundesliga

Stuttgarts Matarazzo: Regeneration geht vor Belastung

Stuttgart: Start mit stark ausgedünntem Kader in die Trainingswoche - Förster mit positivem Corona-Test

Matarazzo: Regeneration geht vor Belastung

Viel Platz hatte Stuttgarts Trainer Pellegrino Matarazzo am Dienstag auf dem Trainingsplatz.

Viel Platz hatte Stuttgarts Trainer Pellegrino Matarazzo am Dienstag auf dem Trainingsplatz. IMAGO/Pressefoto Baumann

Die beim öffentlichen Training anwesenden Fans erlebten am Nachmittag, die erste morgendliche Einheit fand im Kraftraum statt, einen stark ausgedünnten Kader. Ohne neun Nationalspieler und fünf weitere VfB-Profis starteten die Schwaben in die Länderspielpause.

Förster mit positivem Corona-Test

Neben den verreisten neun Internationalen Wataru Endo (Japan), Sasa Kalajdzic (Österreich), Orel Mangala (Belgien), Omar Marmoush (Ägypten), Konstantinos Mavropanos (Griechenland), Borna Sosa (Kroatien), Wahid Faghir (Dänemark U 21), Clinton Mola (England U 20) und Ömer Beyaz (Türkei U 19) fehlten außerdem Atakan Karazor (Rückenprobleme), Florian Schock (Knieprellung) und Florian Müller (Belastungssteuerung) sowie Hiroki Ito, der nach seiner Corona-Infektion aus der Vorwoche noch in häuslicher Isolation ist - und Philipp Förster, der dem Japaner nach frischem positiven Test heute folgte.

Dafür durften sich Luca Bazzoli, Nicolas Glaus (beide VfB II) sowie Leon Reichardt und Lukas Laupheimer (U 19) unter die Bundesligaspieler mischen. Mit der Hoffnung, am Donnerstag beim Testspiel gegen den SV Sandhausen vielleicht ein paar Einsatzminuten zu bekommen.

Nächste Woche "viele Einheiten"

Ein Test, der unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet und keine echte Aussagekraft für die in zehn Tagen folgende Partie in Bielefeld haben dürfte. "Viele Einheiten", hat Pellegrino Matarazzo für diese erste Woche angekündigt. Nämlich zwei weitere am Mittwoch, eine am Donnerstag, an dem auch der Test stattfindet, sowie eine abschließende am Freitag. "Aber die Einheiten werden individuell gesteuert." Womit der Chefcoach auf die so wichtige Regeneration vor dem Endspurt in die Saison anspielt. Es gebe Spieler, "die mehr machen werden und andere, die weniger brauchen oder Wehwehchen auskurieren sollen".

Was wird aus Didavi, Massimo und Klimowicz?

Mehr wird sicher von Daniel Didavi, Roberto Massimo und Mateo Klimowicz gefordert werden, die zuletzt beim VfB II in der Regionalliga spielten. "Grundsätzlich gilt das Leistungsprinzip", sagt Sven Mislintat. "Die drei sind hintendran, müssen sich heranspielen. Fertig." Dazu haben sie jetzt in der Länderspielpause Zeit. Ihre Abstellung zur zweiten Mannschaft sei laut Sportdirektor allerdings weder als Strafe noch als Degradierung zu sehen.

"Fußball ist extrem schnelllebig. Von daher sind sie nicht abgeschrieben. Es ist ganz klar, dass die Jungs, die oben nicht im Kader sind, unabhängig davon, wer sie sind, unten helfen." Außerdem werde es im Lauf der Saison "auch mal wieder die Phase geben, wenn der eine oder andere gesperrt oder verletzt oder krank ist. Dann braucht man jeden."

George Moissidis

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