Bundesliga

Matarazzo über Hoffenheim: "Eine wichtige Zeit, wie ein Feinschliff"

Stuttgarts Trainer vor der Rückkehr nach Hoffenheim

Matarazzo: "Eine wichtige Zeit, fast wie ein Feinschliff"

Trug einst TSG-Arbeitskleidung: Pellegrino Matarazzo.

Trug einst TSG-Arbeitskleidung: Pellegrino Matarazzo. imago images

Julian Nagelsmann, mit dem sich Matarazzo bei der Ausbildung zum Fußballlehrer ein Zimmer geteilt hatte, lotste seinen Kollegen 2017 in den Kraichgau. "Nach elf Jahren beim 1. FC Nürnberg habe ich bewusst die Entscheidung getroffen, nach Hoffenheim zu gehen, um mein Wissen zu testen und zu ergänzen", blickt Matarazzo zurück. Die zweieinhalb Jahre in Hoffenheim sieht er als prägend für seine Entwicklung: "Es war eine wichtige Zeit, fast wie ein Feinschliff. Das war genau der richtige Schritt auf meinem Weg zum VfB."

Ein halbes Jahr kümmerte sich Matarazzo bei der TSG um die U 17, dann machte Nagelsmann ihn zu seinem Assistenten in der Bundesliga. "Ich bin dankbar, dass ich nach sechs Monaten zu den Profis hochgezogen wurde. Dort ist die Geschwindigkeit des Wachstums extrem beschleunigt worden", sagt der 42-Jährige. "Ich habe von Julian viel gelernt. Auch unter Alfred Schreuder hatte ich die Möglichkeit, weiter zu reifen und zu vergleichen. Bei der TSG sind tolle, intelligente Leute am Werk, von denen ich viel mitgenommen habe."

Zu viel Anspannung ist eher kontraproduktiv.

Seit Dezember 2019 ist der Italo-Amerikaner Cheftrainer beim VfB, den er zurück in die Bundesliga führte. Am Samstag kehrt er an seine alte Wirkungsstätte zurück. "Ich freue mich auf viele bekannte Gesichter", sagt Matarazzo. Auch wenn er bedauert, dass keine Zuschauer zugelassen sind und deshalb auch seine Frau und sein Sohn, die nach wie vor in der Region leben, nicht im Stadion sein können. Trotz der persönlichen Verbindung will der 42-Jährige die Partie angehen wie ein normales Bundesligaspiel: "Eine besondere Motivation wäre nicht gewinnbringend, weil ich immer topmotiviert bin. Zu viel Anspannung ist eher kontraproduktiv."

Auch wenn die TSG vom Coronavirus arg gebeutelt ist und auf sieben infizierte Profis verzichten muss, warnt Matarazzo: "Es wird kein einfaches Spiel und ich sehe uns nicht als Favorit." Hoffenheim habe "einen sehr breiten Kader mit vielen offensiven Möglichkeiten, sie werden trotz der Ausfälle eine überdurchschnittliche Mannschaft auf den Platz bringen".

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