Bundesliga

Matarazzo denkt an neue Strukturen im VfB-Spiel

Stuttgarter wollen in der Bundesliga-Pause Defizite aufarbeiten - und "auch mal ein Bierchen trinken"

Matarazzo denkt an neue Strukturen im VfB-Spiel

Erste Einheiten in Marbella: Trainer Pellegrino Matarazzo mit Sportdirektor Sven Mislintat am Montag im VfB-Trainingslager.

Erste Einheiten in Marbella: Trainer Pellegrino Matarazzo mit Sportdirektor Sven Mislintat am Montag im VfB-Trainingslager. imago images/Sportfoto Rudel

Sechs Tage Marbella, davon einen Tag Anreise, vier Tage intensives Training, einen Tag mit einem Testspiel gegen einen bisher noch nicht kommunizierten Gegner und Heimreise: Am heutigen Montag starteten die Stuttgarter, die am Sonntag am späten Nachmittag in Südspanien ankamen, mit zwei Einheiten. Morgens eine, die mit zwei Gruppen den Abläufen des normalerweise üblichen Spielersatztrainings am Tag nach einem Spiel glich. Nachmittags fand ganz normales Mannschaftstraining statt, in das auch die Profis, die am Samstag in Freiburg auf dem Rasen standen und vormittags noch hauptsächlich regenerativ geübt hatten, voll integriert waren.

"Die nächsten zwei Wochen sind sehr wichtig, um gut zusammenzuarbeiten und sehr gut, sehr viel athletisch zu arbeiten, um einen Effekt für die nächsten Wochen zu erzielen", hatte Trainer Pellegrino Matarazzo vor der Abreise erklärt. "Es ist nicht unwichtig für uns, noch etwas fitter zu werden."

"Im Normalfall würde ich die Mannschaft auch mal zu einem Abendessen einladen ..."

Aber auch in Sachen Taktik und Spielanlage ist Neues zu erwarten. Der Chefcoach, der auch die in Freiburg im Kader fehlenden Marc Oliver Kempf und Roberto Massimo (beide aus sportlichen Gründen) sowie Daniel Didavi (Knieprobleme) und Philipp Förster (Erkältung) wieder an Bord hat, geht gedanklich sogar einen Schritt weiter. Er überlege, "ob wir eine neue Struktur brauchen, neue Abläufe. Oder wie wir die bisherigen Abläufe verfeinern können, um präziser zu Ende zu spielen." 

Was er damit genau meint, will er nicht verraten. "Ich bin immer auf der Suche nach Lösungen, was der Mannschaft am besten hilft und wie jeder Spieler an sein Leistungslimit kommen kann. Deswegen schließe ich nichts aus."

Grundsätzlich habe man, das zeigen die jüngsten fünf Niederlagen ohne Torerfolg, mehr als genug zu tun, was Schweiß und Muskelziehen heraufbeschwören dürfte. Aber auch Kopf und Herz sollen nicht zu kurz kommen. "Es gibt viel, an dem man arbeiten kann. Aber man darf nicht vergessen, dass man als Gruppe zusammenkommen und auch mal ein Bierchen trinken kann. Dazu hatten wir zuletzt keine Gelegenheit", so Matarazzo.

"Im Normalfall würde ich die Mannschaft auch mal zu einem Abendessen einladen, man würde mal gemeinsam weggehen, ein paar Stunden zusammen verbringen, über die Situation reden und zusammenzuwachsen." Das komme in Corona-Zeiten zu kurz "und würde uns als Gruppe guttun". In Marbella will Matarazzo sich und der Mannschaft die nötige Gelegenheit dazu gönnen. 

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George Moissidis

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